Krieg an Universitäten
Militärforschung bringt Hochschulen Millionen

An deutschen Hochschulen gilt Forschungsfreiheit. Heißt das, über alles darf geforscht werden? Studenten fordern eine „Zivilklausel“, die militärische Forschungsaufträge von den Hochschulen fernhalten soll.
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Berlin/KielÖffentliche Hochschulen in Deutschland erhalten jährlich in Millionenhöhe Forschungsaufträge mit militärischem Bezug. In den Jahren 2007 bis 2012 übertraf das Gesamtvolumen in vier Bereichen 35 Millionen Euro. Dies geht aus Angaben des Verteidigungsministeriums auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa hervor. Schwerpunkte waren die Wehrtechnik mit gut 19 Millionen Euro und die Medizin mit 15 Millionen.

Über die Zulässigkeit militärischer Forschung wird derzeit an mehreren Universitäten gestritten. In Kiel etwa fordern Studenten eine „Zivilklausel“, die anderswo schon gilt und solche Forschungsaufträge ausschließen soll.

Der wehrtechnischen Forschung und Technologie widmeten sich laut Verteidigungsministerium 124 Hochschulprojekte, 30 wurden allein 2012 vergeben. In der Medizin wurden im genannten Zeitraum 34 Projekte vergeben. Zudem gab es zehn Geologie-Projekte. Ferner wurde eine Studie zur Aufstandsbekämpfung erstellt – von der Uni Kiel. Dabei ging es vor dem Hintergrund des Afghanistan-Einsatzes auch um Empfehlungen an die Politik für eine effektivere ressortübergreifende Zusammenarbeit. Insgesamt erhielt die Hochschule im Norden knapp 4 Millionen Euro.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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