Krieg in Libyen
Merkel will Ölgeschäfte mit Gaddafi stoppen

Die Bundeskanzlerin will nicht gegen Gaddafi kämpfen, sondern den Diktator mit einem Ölembargo stürzen. Unterdessen bombardiert die westliche Allianz nun auch den Süden Libyens - Gaddafis Militär soll bald zerstört sein.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich beim EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag in Brüssel für ein "komplettes Ölembargo und weitreichende Handelseinschränkungen" gegen den libyschen Machthaber Muammar Gaddafi einsetzen. Kein europäisches Land dürfe mehr Öl aus Libyen importieren, darauf müsse sich die Europäische Union endlich einigen.

„Gaddafi hat seinem Volk den Krieg erklärt“, sagte die Kanzlerin. Bürgerkriegsflüchtlinge aus dem Land verdienten die Solidarität Deutschlands. „Die Umwälzungen gründen in der Sehnsucht der Menschen nach Freiheit“, sagte Merkel mit Blick auf die Demokratiebewegungen im arabischen Raum: „Die Umwälzungen sind eine historische Chance für die Menschen in der arabischen Welt und für uns als Nachbarn dieser Region.“   

Zugleich unterstrich Merkel, dass die Bundesregierung inhaltlich hinter der Resolution des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen gegen Gaddafi stehe. Sie habe aber Bedenken hinsichtlich ihrer militärischen Umsetzung und beteilige sich deshalb nicht an den Militäraktionen. „Wir hoffen aber auf einen schnellen und nachhaltigen Erfolg“, sagte die Kanzlerin.  

Im Bundestag ringt die Kanzlerin um Worte, in Libyen sprechen weiter die Waffen: Nach Einschätzung der französischen Regierung ist es eine Frage von Tagen oder Wochen, aber nicht von Monaten, bis die militärische Schlagkraft von Gaddafi zerstört ist. Die internationale Militärallianz hat dafür ihre Luftangriffe nun auch auf den Süden des Landes ausgeweitet. Zudem wurden in der Nacht zum Donnerstag mehrere Ziele östlich der Hauptstadt Tripolis bombardiert.

Augenzeugen sahen Flammen auf einem Militärstützpunkt in dem Vorort Tadschura. Nach Angaben aus libyschen Sicherheitskreisen bombardierte die Allianz unter anderem mehrere Ziele in der Stadt Sebha, rund 1000 Kilometer südlich von Tripolis. Auch ein Militärflughafen in Al-Dschufra, 800 Kilometer südlich der Hauptstadt, geriet unter Beschuss.

Die libysche Internet-Zeitung „Al-Watan“ meldete unterdessen, über Sirte, der Heimatstadt des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi, sei am Mittwochabend ein französisches Kampfflugzeug abgeschossen worden. Der Pilot habe sich retten können. Er sei nun ein Gefangener der libyschen Armee. Ein Sprecher der französischen Streitkräfte bestritt diese Darstellung. „Kein französisches Flugzeug wurde in Sirte abgeschossen“, sagte Oberst Thierry Burkhard.

Die Staatsmedien meldeten, bei den Angriffen der Allianz in Tadschura seien auch zivile Ziele bombardiert worden. Das Fernsehen zeigte Bilder von Leichen, die zum Teil verkohlt waren. Oppositionelle bestritten, dass es sich dabei um die Leichen von Zivilisten handelt, die bei den Luftangriffen ums Leben gekommen seien. Die Regimegegner behaupten bereits seit Beginn der Luftangriffe zur Durchsetzung der Flugverbotszone über Libyen, die Berichte der Staatsmedien über angebliche zivile Opfer seien falsch. Die Bodentruppen Gaddafis und die Rebellen kämpfen derzeit vor allem in der östlichen Stadt Adschdabija und in Misurata gegeneinander.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Dummschule in ein paar wochen hängt Gaddafi mit Sadam rum und beide sitzen im kessel ,heizen tun die toten von Berlin und lockerby. welche firmen meinst du die der neue Regierung ? da bekommen sie aber keine migs

  • Kann sie nicht e3ndlich mal ihren Mund halten?

  • "In einigen Wochen werden wir wahrscheinlich weiterhin Gadaffi sehen, inmitten der chinesischen, russischen, tuerkischen Firmen und politiker, die ihm beim Wiederaufbau helfen und sich eine goldene Nase verdienen."


    So wird es auch ohne Gaddafi kommen.
    Die Welt kennt so langsam ihre Papenheimer.

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