Kriegswaffen Kirchen fordern Ende von Rüstungsexporten nach Saudi-Arabien

Die Kirchen haben Deutschland aufgefordert, keine Rüstungsgüter nach Saudi-Arabien zu liefern. Das Land führe Krieg damit im Jemen. Die Bundesregierung habe seit 2014 Exporte für mehr als eine Milliarde Euro genehmigt.
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Kirchen fordern Ende von Rüstungsexporten nach Saudi-Arabien Quelle: dpa
Deutsche Rüstungsexporte

„Saudische Patrouillenboote haben Seehäfen blockiert und damit zivile Hilfslieferungen an den Jemen gestoppt“, sagte der Chef der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung.

(Foto: dpa)

BerlinDie Kirchen haben die Bundesregierung aufgefordert, alle deutschen Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien zu stoppen. Die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) begründete die Forderung am Montag damit, dass Saudi-Arabien den Krieg im Jemen auch mit deutschen Waffen führe. „Ursachen von Flucht und Vertreibung werden hier von der Bundesregierung nicht bekämpft, sondern mittelbar verschärft“, sagte der evangelische GKKE-Vorsitzende Martin Dutzmann bei der Vorstellung des Rüstungsberichts der Kirchen.

Unter der großen Koalition seien zwischen Januar 2014 und April 2017 Rüstungsexporte im Wert von mehr als einer Milliarde Euro an Saudi-Arabien genehmigt worden. Unter anderem seien Patrouillenboote und Komponenten für „Tornado“- und „Eurofighter“-Kampfflugzeuge geliefert worden. „Saudische Patrouillenboote haben Seehäfen blockiert und damit zivile Hilfslieferungen an den Jemen gestoppt“, sagte Dutzmann. Zudem seien G3-Sturmgewehre, die mit deutscher Lizenz in Saudi-Arabien gefertigt worden seien, aus der Luft abgeworfen worden, um jemenitische Bodentruppen zu unterstützen.

Die Bundesregierung wollte sich zunächst nicht zu dem Bericht äußern. Regierungssprecher Steffen Seibert verwies lediglich auf die grundsätzlich restriktive Exportpolitik der Bundesregierung.

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6 Kommentare zu "Kriegswaffen: Kirchen fordern Ende von Rüstungsexporten nach Saudi-Arabien"

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  • Herr Peer Kabus,
    bei dem Religionsgründer war mir das klar, er war ein Kinderfic..und Räuber.

  • Herr Peter Spiegel,

    das gilt im Übrigen aber auch für das sich rasant ausbreitende Bodenpersonal Allahs.

  • Die Kirchen haben nichts mehr zu melden, die neue Religion ist der Islam. Da helfen auch die absurden Kommentare der Pfaffen nichts mehr. Im Übrigen immer die lieben Kleinen an die Hand nehmen, wenn das Bodenpersonal Gottes erscheint.

  • Das wäre aber sehr ärgerlich für die Saudis, müssten die dann doch glatt woanders Waffen kaufen.

    Was die Kirchen anbelangt, stimme ich Herrn Wolfi Fischer zu „keine Bezahlung von Pfarrern und Kirchenfürsten durch Steuergeld.“

    Das reduziert eine gewisse Gefahr für Kinder, die mit denen zu tun haben können.

  • Staat und Kirche trennen in der BRD, keine Bezahlung von Pfarrern und Kirchenfürsten durch Steuergeld.
    Ich bin der festen Überzeugung, die Kirchenoberen müssen sich aus der Politik heraushalten, da sie die größten Kriegstreiber der Geschichte waren.


  • Und nach Israel, Syrien, Südamerika usw ist das ok?

    Das nennt sich dann christlich oder wie?

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