Krim-Krise: Von der Leyen sieht Verhältnis zu Russland schwer beschädigt

Krim-Krise
Von der Leyen sieht Verhältnis zu Russland schwer beschädigt

Wladimir Putin macht mit seiner Ukraine-Politik das Verhältnis zwischen Russland und Europa kaputt, sagt Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Eine militärische Auseinandersetzung sei aber „abwegig“.
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BerlinWegen der Krim-Krise sieht Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) das Verhältnis zu Russland auf längere Sicht beschädigt. Russlands Präsident Wladimir Putin habe „mit der Annexion der Krim viel Vertrauen zerstört“, sagte die Ministerin der „Bild“-Zeitung. Es werde „lange dauern, das wieder aufzubauen“. „Voraussetzung dafür ist vor allem anderen, dass Russland dazu beiträgt, dass sich die Lage wieder entspannt“, sagte von der Leyen.

Spekulationen über eine militärische Auseinandersetzung des Westens mit Russland nannte von der Leyen „abwegig“. Der Konflikt müsse friedlich gelöst werden. Leitlinie der Politik des Westens in der Krise sei: „Wir zeigen Einigkeit und Stärke. Aber wir suchen auch das Gespräch“, sagte die CDU-Politikerin.

Einen Beitritt der Ukraine zur Nato lehnte von der Leyen ab. „Das ist zurzeit kein Thema. Das Land erfüllt nicht die Grundvoraussetzungen, um der Nato beizutreten“, sagte die Verteidigungsministerin. Die Ukraine habe enorme wirtschaftliche Probleme. „Das Land kämpft mit Korruption, muss ein demokratisches Staatswesen erst noch aufbauen. Dabei wollen wir helfen.“

Die Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland sind extrem gespannt, seit die proeuropäische Opposition nach monatelangen Protesten Ende Februar den prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch stürzte. Im Zuge des Konflikts annektierte Moskau die ukrainische Halbinsel Krim, nachdem sich die mehrheitlich russischstämmige Bevölkerung dort in einem umstrittenen Referendum dafür ausgesprochen hatte. Der Westen verurteilte die Annexion als völkerrechtswidrig und belegte Russland mit Sanktionen.


afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Krim-Krise: Von der Leyen sieht Verhältnis zu Russland schwer beschädigt"

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  • Leyen hat die Provokation Russlands mit vorangetrieben. Nun hat sie das Desaster. Glaubwürdig ist sie nicht ebenso wie die EU, die nicht einmal für eine Einmischung in die Ukraine legitimiert ist. Russland wird sich nun die Ukraine nicht mehr nehmen lassen. Der Westen hat total überzogen.

  • ".............schwer beschädigt"

    Diese Politiker-Generation, speziell seit Rot/Grün, gefährden nicht nur unser Land und Europa, sondern verursachen oder provozieren durch Diplomatieleere noch einen Krieg !

    Durch Politik- und Politikerversagen !



  • Wenn man die Kommentare liest - denen ich voll zustimme - so muß man sich fragen, welche Deutschen Frau von der Leyen und Frau Merkel vertreten?

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