Kriminalität
Berliner Wahlkampfhelfer von Rechten schwer verletzt

Der Wahlkampf in Berlin wird immer massiver von Anhängern der rechten Szene gestört. Bei einem brutalen Angriff wurde am Freitagabend im Stadtteil Marzahn ein 23-jähriger SPD- Wahlkampfhelfer schwer verletzt, wie die Polizei am Samstag mitteilte.

dpa BERLIN. Er war mit seinem Mitstreiter geflüchtet, nachdem sie beim Plakate-Aufhängen angepöbelt worden waren. Als er stürzte, traten ihm die Männer mehrfach gegen den Kopf. Das Opfer kam in ein Krankenhaus. Die zwei mutmaßlichen Täter wurden gefasst. SPD-Generalsekretär Hubertus Heil verurteilte den Angriff scharf. „Dieser Überfall ist aber nur der bisherige brutale und abscheuliche Gipfel einer Entwicklung, die wir in den laufenden Landtagswahlkämpfen beobachten mussten“, sagte er.

Am Samstag störten zudem etwa zehn NPD-Anhänger den Wahlkampf der CDU im Stadtteil Rudow. Die Männer hätten die an einem Stand der CDU vorbeigehenden Menschen gut eine Stunde lang bedrängt und lautstark aufgefordert, die Informationsblätter in den Müll zu werfen, sagte der Abgeordnete Sascha Steuer der dpa. Die Polizei machte zu dem Vorfall keine Angaben. In den vergangenen Wochen waren in Berlin immer wieder Wahlkampfhelfer bedroht worden. Die Berliner Polizei registrierte im Wahlkampf zur Abgeordnetenhauswahl am 17. September eigenen Angaben zufolge bislang jedoch keinen Anstieg von Straftaten.

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