Kriminalität
Schäuble warnt vor Mafia-Hysterie

Nach dem sechsfachen Mord von Duisburg hat Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble vor einer Mafia-Hysterie in Deutschland gewarnt.

HB SAARBRÜCKEN. Auch wenn es sich um einen Mafia-Racheakt handeln sollte, seien damit keine neuen Gefahren für Bürger verbunden, sagte der CDU-Politiker der „Saarbrücker Zeitung“ (Montagausgabe) laut Vorabmeldung.

Schäuble räumte ein, dass „einzelne Angehörige mafioser italienischer Organisationen auch Deutschland als Rückzugsraum nutzen“. In den vergangenen sieben Jahren seien mehr als 40 italienische Staatsangehörige festgenommen worden, die der Mafia angehörten. Die Bekämpfung der organisierten Kriminalität sei eine der wichtigsten Herausforderungen für das Bundeskriminalamt und die Polizeien der Länder, sagte Schäuble.

Nach Ansicht des Politikers sollten sich die Ermittler besonders auf das Aufspüren von Mafia-Erträgen konzentrieren. Zwar führe in mehr als 80 Prozent der Verfahren die Polizei auch Finanzermittlungen durch. „Doch sehe ich hier noch Verbesserungspotenzial. Schließlich ist Geld der Lebensnerv der organisierten Kriminalität.“

In Duisburg waren in der Nacht zum Mittwoch sechs Italiener vor einer Pizzeria erschossen worden. Deutsche und italienische Ermittler gehen davon aus, dass die Mafia hinter der Tat steckt. Nach der Veröffentlichung eines Phantombildes eines Verdächtigen gingen bei der Polizei bis Sonntag weit mehr als 100 Hinweise aus der Bevölkerung ein.

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