Krise beim Kinderhilfswerk
Unicef-Geschäftsführer Garlichs gibt auf

Nach monatelanger Krise des Kinderhilfswerks Unicef Deutschland gibt der umstrittene Geschäftsführer Dietrich Garlichs auf. Garlichs habe seine Position als Geschäftsführer zur Verfügung gestellt, hieß es. Damit reagiert Garlichs auf den wachsenden Druck gegen ihn und übernimmt nach eigenen Worten die Verantwortung für den entstandenen Vertrauensschaden.

HB KÖLN. Eine Unicef-Sprecherin bestätigte am Freitag in Köln einen entsprechenden Zeitungsbericht. Garlichs waren zu großzügige Honorare für externe Berater vorgeworfen worden, die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen des Anfangsverdachts der Untreue. Nach heftigem Streit mit Garlichs war am vergangenen Samstag die frühere schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin Heide Simonis als deutsche Unicef-Vorsitzende zurückgetreten.

In einer persönlichen Erklärung an den Vorstand schreibt Garlichs der „FAZ“ zufolge: „Für den Vertrauensschaden, der in den vergangenen Wochen entstanden ist, übernehme ich in meiner Funktion als Geschäftsführer die Verantwortung. Ich entschuldige mich bei allen, die unter der öffentlichen Diskussion zu Unrecht gelitten haben.“

Der neue Unicef-Vorsitzende Reinhard Schlagintweit sagte: „Ich bedaure die Entscheidung von Dietrich Garlichs. Ich weiß, wie schwer sie ihm gefallen ist. Ihm gilt meine Hochachtung.“ Zugleich dankte er Garlichs für 18 Jahre „außerordentlich erfolgreicher Arbeit“.

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