Krise der AfD
AfD droht Spaltung im EU-Parlament

Die AfD-Krise erreicht die EU-Fraktion der Partei. Hans-Olaf Henkel fordert, einen Kollegen wegen angeblicher Indiskretionen auszuschließen. Heute soll eine Entscheidung fallen. Dagegen formiert sich aber Widerstand.
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BerlinDer Richtungsstreit in der Alternative für Deutschland (AfD) könnte am Montag einen neuen Höhepunkt erreichen – diesmal in der siebenköpfigen AfD-Delegation im Europaparlament. Dort ist der liberale Flügel um Bundesparteichef Bernd Lucke in der Überzahl. Die Europaabgeordneten Beatrix von Storch und Marcus Pretzell werden dem nationalkonservativen Flügel zugerechnet.

Pretzell soll nun nach dem Willen seines Fraktionskollegen Hans-Olaf Henkel aus der Delegation der deutschen Abgeordneten der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer (ECR) ausgeschlossen werden. Mitglieder sind die sieben Abgeordneten der AfD sowie Arne Gericke von der Familien-Partei. Zur Begründung gibt Henkel in einer dem Handelsblatt vorliegenden E-Mail an alle AfD-Europaabgeordneten an, dass Pretzell Interna an die Presse weitergegeben haben soll. „Ich beantrage deshalb, Marcus Pretzell mit sofortiger Wirkung aus der deutschen Delegation auszuschließen“ schreibt Henkel. Die Echtheit der Mail wurde dem Handelsblatt (Online-Ausgabe) in Fraktionskreisen bestätigt. Henkel wollte dazu nicht Stellung nehmen. Seinen Ausschluss-Antrag will Henkel heute stellen. Eine Entscheidung soll nach Informationen des Handelsblatts am frühen Nachmittag fallen.

Das Verhältnis zwischen Henkel und Pretzell gilt schon länger als zerrüttet. Am vergangenen Donnerstag war Henkel als AfD-Bundesvize mit der Begründung zurückgetreten, dass „einige Mitglieder des Bundesvorstandes den von der eigenen Partei proklamierten „Mut zur Wahrheit“ bei der Aufklärung der Vorwürfe gegen den NRW-Landesvorsitzenden Pretzell nicht aufgebracht“ hätten.

Von AfD-Bundeschef Bernd Lucke eingesetzte Sonderprüfer hatten empfohlen, Pretzell solle wegen „privater chaotischer Zustände“ den Landesvorsitz niederlegen. Der Bundesvorstand schloss sich dem aber nicht an.

Henkel warf daraufhin seinen Gegnern vor, die eigenen Prüfer zu diskreditieren. „Hätte ein Politiker einer anderen Partei die Öffentlichkeit so oft mit Falschaussagen in die Irre geführt, wie hier der Fall, hätte nicht nur jeder von uns den sofortigen Rückzug dieses Politikers gefordert“, kritisierte er. Lucke stellte sich hinter Henkel: „Seiner Kritik an der öffentlichen Desavouierung der ehrenamtlichen Sonderprüfer schließe ich mich ausdrücklich an.“

Nach Angaben aus Parteikreisen warf Henkel der Vizechefin Frauke Petry vor, zugunsten Pretzells interveniert zu haben. Petry selbst erklärte, sie könne den Rückzug Henkels nachvollziehen. Jetzt sei es wichtig, alle innerparteilichen Strömungen einzubinden.

Danach sieht es aber nicht aus. Henkels Forderung, Pretzell aus der Europafraktion zu werfen, könnte die Gräben in der AfD zwischen dem Lucke-Flügel und dem nationalkonservativen Flügel um Petry, Brandenburgs AfD-Chef Alexander Gauland und der Europaabgeordneten von Storch weiter vertiefen. Vorausgesetzt Henkel setzt sich durch.

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Pretzell will nicht weichen

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  • Ausgeschlossen muß Henkel werden.Er ist ein U-Boot,das die Zerstörung der AfD von innen nach bewährter Methode betreibt.

  • Nun haben wir gerade mal "1%" der Parlamentarier aus unserer AfD in die EU untergebracht, und nicht einmal diese Sieben, (eigentlich konnte man davon ausgehen, es handelt sich um kluge, intelligente Personen,) sind in der Lage, Einigkeit zu demonstrieren,Ungereimtheiten und Meinungsunterschiede untereinander zu bereinigen. Wie soll es da in der kompletten Partei funktionieren? Es muss unbedingt das Programm der AfD fertiggestellt werden, an das sich „Jedes Parteimitglied“ halten, oder eben die Partei verlassen muss. Es gibt keinen anderen Weg für den Fortbestand dieser „Alternative für Deutschland“ ! Solche Deutschlandvernichter wie Frau Merkel und Schäuble lachen sich ja Krank über das dämliche Verhalten und die Selbstzerstörung der AfD.

  • Wenn man mal richtig nachdenket, sind diese Ärgernisse und dieses Hin und Her, auch via Presse, durch Herrn Henkel entstanden.
    Herr Hekel entwickelt sich mehr und mehr zum Stänkerer. Er möchte eine 2. FDP, aber das wollen die meisten Mitglieder nicht

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