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Krise in Griechenland: Merkel bangt um den Euro

Die Krise in Griechenland ist auch eine Krise für den Euro – oder zumindest eine „schwierige Situation“, wie Kanzlerin Merkel in einem Zeitungsinterview ausführte. Zum ersten Mal in seiner Geschichte sieht sie die Gemeinschaftswährung gefährdert. Merkel ist zwar optimistisch, wirbt aber für mehr Transparenz.

Die Kanzlerin sorgt sich um den Euro. Quelle: Reuters
Die Kanzlerin sorgt sich um den Euro. Quelle: Reuters

HB BERLIN. Der Euro befindet sich nach Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel wegen der griechischen Schuldenkrise erstmals seit seiner Einführung in einer schwierigen Situation. Diese werde die Gemeinschaftswährung aber bestehen, sagte Merkel der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ laut Vorabbericht. Dass angesichts des starken Anstiegs der Staatsverschuldung im Zuge der internationalen Wirtschaftskrise gegen Länder mit einer ungünstigen Ausgangslage und ungelösten Strukturproblemen spekuliert werde, nannte sie gefährlich.

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Lösungen müssten bei der Nachhaltigkeit der Staatshaushalte der betroffenen Länder ansetzen, sagte die Kanzlerin. Eine echte Vertrauensbildung in den Euro könne auf den Finanzmärkten nur gelingen, wenn in Griechenland wie auch in anderen Ländern mit sehr hohen Defiziten das Problem bei der Wurzel gepackt werde.

Sie sei deshalb für die Konsolidierungsbereitschaft der griechischen Regierung sehr dankbar. Das für dieses Jahr gesteckte Konsolidierungsziel müsse erreicht werden.

Eine Aufweichung des EU-Stabilitäts- und Wachstumspakts lehnte Merkel ab. „Die gerade für Deutschland in der Tradition der harten D-Mark entscheidende Zielsetzung der Stabilität des Euro werde ich mit allem Nachdruck verfolgen“, sagte sie. Zudem müsse in Zukunft noch genauer hingeschaut werden, welches Land den Euro einführen dürfe. „Wir brauchen mehr Transparenz und Konsequenz, damit ein Unterlaufen der Kriterien unmöglich wird.

  • 25.02.2010, 09:44 UhrAnonymer Benutzer: wolfsan

    Wenn uns Griechenland schon vor Jahren mit getürkten Zahlen getäuscht hat, sollten die Währungshüter aller beteiligten Nationen einen strengen und unnachgibigen Kurs diesem Land gegenüber einschlagen. Doch leichter gesagt als getan. Da gibt es noch weitere Problemzonen wie Spanien, Purtugal und irland!? Wie wird man in absehbarer Zeit mit ihnen verfahren.
    Der erhobene Zeigefinger hat da wenig Sinn; auch nicht das bLAbLA aus berlin. insgeheim trämen bei uns doch schon viele wieder von der harten D-Mark.

  • 25.02.2010, 03:50 UhrAnonymer Benutzer: rainer repke

    jedes Land der Eurozone muss das tun, was jeder Privathaushalt hoffentlich getan hat: Konsolidieren bis die Einnahmen die Ausgaben uebersteigen.

    Und Prioritaten bedienen, wie bildungsreform, zielgerichtete Forschung, Firmenneugruendungen...
    Das wiederum muss finanziert werden aus Reduzierung der Staatsqoute = Staatsausgaben sind zu reduzieren. Zb: warum wird die Kfz Zulassung nicht auf Landesebene gemacht unter beibehaltung des Nummernschildes und der Tuefplakette? Oder warum werden Grundbuecher nicht auf Landesebene gefuehrt? Warum koennen wir fuer Grundstueckskaeufe nicht einen einheitlichen Vertrag benutzen? Et Etc Etc

    Euer
    Rainer

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