Krisenpolitik unter Beschuss: „Bald kauft die EZB auch alte Fahrräder auf“

Krisenpolitik unter Beschuss
„Bald kauft die EZB auch alte Fahrräder auf“

Die EZB schlittert mit ihrem Feuerwehreinsatz für die Schuldenstaaten Italien und Spanien in schweres Fahrwasser. In Berlin wächst der Ärger über die Zentralbank – auch aus Angst, Deutschland könnte Schaden nehmen.
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Düsseldorf/Berlin„Die EZB ist inzwischen neben der amerikanischen Fed die größte Bad Bank der Welt“, sagte der Finanzexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Frank Schäffler, Handelsblatt Online. Sie setze das Sparvermögen von Millionen Bürgern mit dieser Inflationspolitik aufs Spiel. „Wenn die EZB so weitermacht, kauft sie bald auch alte Fahrräder auf und gibt dafür neues Papiergeld heraus.“

Kritisch wertete auch der finanzpolitischen Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Klaus-Peter Flosbach, die Vorgehensweise der EZB. Die Lösung der Krise könne und dürfe aus unterschiedlichen Gründen nicht bei der EZB liegen. „Eurobonds und EZB-Interventionen lösen die strukturellen Probleme nicht, sondern verschieben sie nur in die Zukunft“, sagte Flosbach Handelsblatt Online. „Vertrauen können wir nur durch schnelle, überzeugende Strukturreformen und Konsolidierungsmaßnahmen wiedergewinnen.“

Die Kritik kommt nicht von ungefähr: die EZB versinkt immer tiefer im politischen Treibsand. Während sich die Hüter des Euro mit dem Kauf spanischer und italienischer Staatsanleihen mit aller Macht gegen den Sturm an den globalen Finanzmärkten stemmen, bringen sie zugleich die Grundfesten der Währungsunion ins Wanken. Denn sie brauchen ihr Kapital in doppelter Hinsicht auf: Zum einen geben sie Unsummen aus für den Erwerb von Bonds der dritt- und viertgrößten Volkswirtschaften der Euro-Zone. Zum anderen setzen die Feuerwehrleute in Nadelstreifenanzügen mit ihren Milliarden Euro an Löschwasser ihre Reputation aufs Spiel und schaden damit am Ende sich selbst.

Seit die EZB im Mai 2010 sukzessive mit dem Ankauf griechischer, irischer und portugiesischer Anleihen begonnen hat, für die Politik die Kastanien aus dem Feuer zu holen, steckt sie in einem kaum mehr zu lösenden Dilemma. Sie kann nicht tatenlos zusehen, wenn es irgendwo in der Währungsunion brennt. Die per Mandat unabhängig von Weisungen arbeitende Zentralbank ist der Politik damit de facto ausgeliefert und kann nur hoffen, dass in Berlin, Paris, Rom, Madrid oder Brüssel alles unternommen wird, damit sie so bald wie möglich die Rolle des Feuerwehrmanns wieder loswird. Hinter vorgehaltener Hand werden inzwischen auch langgediente Notenbanker deutlich: „Wir wollen von der Politik einen klaren Fahrplan, bis wann der Rettungsschirm EFSF vollständig aktiviert und bereit ist, Anleihen von Schuldenländern zu übernehmen“, sagt ein Zentralbanker, der nicht namentlich genannt werden will.

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Geteiltes Echo bei Ökonomen

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Sorge um Deutschlands Bonität

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  • Ich empfinde es als Zumutung, dass die Handelsblatt als eines der letzten einigermaßen seriösen Finanzzeitungen jetzt schon die Ansichten des linkspopulistischen unseriösen gewerkschaftsnahen IMK-Instituts verbreiten. Die die immer für Staatsverschuldung und Lohnerhöhungen auch zur Unzeit sind, wollen jetzt noch Lösungsvorschläge unterbreiten? Lächerlich!

    Natürlich ist die Unabhängigkeit der EZB nicht gegeben. Es ist zuviel Geld für den realen Markt da, die Kleinanleger zahlen es jetzt schon mit Billigzinsen und durch die erhöhte Inflation wird es sie richtig erwischen.

    Das trifft die deutschen dreifach: Einmal als Steuerzahler wegen der Staatsschulden, einmal als Anleger wegen der Inflation und zum dritten als Lohnenpfänger, da reallohnanstiege auf 10 Jahre ausgeschlossen sind.

  • Nie. Denn wir haben nur noch stramm linke Parteien. Eine bürgerliche Partei als Gegengewicht, die einiges wieder in Ordnung bringen könnte, fehlt in diesem Land.
    Sie wird ja auch von den gesamten Sozialisten verhindert
    Denn die CDU ist ja schon lange keine demokratischen Union mehr.
    Es ist die völlige Deutschland Vernichtung angesagt.
    Schulden + Überfremdung auf usnre Kosten sind eine brisante Mischung
    Unsere eigenen Politiker arbeiten gegen das eigne Land und Volk.
    So etwas hat es wohl noch nie gegeben

  • Stimmt. Ein Volk, was überhaupt nicht mehr nachdenkt, ständig nur dem angesagten Zeitgeist hinterher rennt, ist leicht manipulierbar und sas ist gefährlich.
    Und für diese Manipulationen haben wir ja die linke Presse und die Medien, die von der Politik gesteuert sind.
    Und der Zetigeist udn die political correctness ist nun mal links
    Ein solches Volk würde auch einen 2. Hitler wählen.
    Und genau das sollte uns wachsam machen, denn das macht Angst

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