Krisentreffen der Alternative für Deutschland: AfD-Spitze will Burgfrieden schließen

Krisentreffen der Alternative für Deutschland
AfD-Spitze will Burgfrieden schließen

Krisenkommunikation in Zeiten schwelender Streitigkeiten: Die AfD-Spitze will nach heftigen Konflikten bei einem Krisentreffen Frieden zwischen allen Beteiligten schließen. Die Streitschlichter sind noch unbekannt.
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BerlinDie Spitze der Partei Alternative für Deutschland (AfD) will in einer Krisensitzung den offen ausgebrochenen Machtkampf beenden und einen Burgfrieden bis zum Parteitag Ende Januar schließen. Bei einer Telefonkonferenz hätten sich die drei Parteichefs Bernd Lucke, Frauke Petry und Konrad Adam sowie der stellvertretende Parteivorsitzende Alexander Gauland am Montag darauf verständigt, zeitnah zu einem klärenden Gespräch zusammenzukommen, hieß es in Parteikreisen. Auf persönliche Angriffe solle künftig verzichtet werden. Parteisprecher Christian Lüth bestätigte, dass ein Treffen der Parteispitze geplant sei. „Man spricht wieder vernünftig miteinander“, sagte der Sprecher.

In der Parteispitze hieß es weiter, Lucke habe ein mögliches Einlenken bei der Frage nach der Struktur des künftigen Vorstandes signalisiert. Bislang strebt Lucke an, dass die AfD künftig durch einen Parteichef - ihn selbst - anstatt des derzeitigen Führungstrios geleitet wird.

Dies lehnen unter anderem Petry und Adam ab. „Er hat gesagt, er geht völlig offen in die Gespräche rein, und er verschließt sich nicht“, sagte nun ein Mitglied der Parteispitze nach der Telefonkonferenz. Lucke selbst möchte zu internen Streitigkeiten bislang nicht Stellung nehmen. Eine endgültige Entscheidung über die künftige Führungsstruktur der AfD soll Ende Januar beim Parteitag in Bremen fallen.

Über die Jahreswende waren in der AfD die seit Monaten schwelenden Streitigkeiten offen ausgebrochen. Auslöser war die mit dem Parteivorstand nicht abgestimmte Einladung Luckes an alle Landes-, Kreis- und Bezirksvorsitzenden zu einer Konferenz am 18. Januar in Frankfurt zur Vorbereitung des Bremer Parteitages.

Daraufhin warnten Petry, Adam, Gauland sowie der AfD-Landesvorsitzende in NRW, Marcus Pretzell, und die Europaparlamentsabgeordnete Beatrix von Storch Lucke brieflich vor einer Parteiführung nach Gutsherrenart. Es habe den Anschein, als wolle Lucke im Vorfeld des Parteitages Funktionsträger „auf Linie bringen“.

Bei dem jetzt geplanten Krisentreffen solle unter anderem ausgelotet werden, ob die von Lucke einberufene Konferenz der Kreisvorsitzenden abgeblasen wird oder eine andere Tagesordnung bekommen könnte, hieß es weiter. Unklar sei noch, wer an der geplanten Streitschlichtung teilnehmen solle. Das gelte unter anderem für den Parteivize Hans-Olaf Henkel. Henkel hat Parteichef Adam zum Rücktritt aufgefordert und ihm Niedertracht sowie Destruktivität unterstellt. Zuvor hatte Adam per Mail Lucke eigenmächtiges Verhalten vorgeworfen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Auf derlei interne Krisen haben die etablierten Parteien schon lange gewartet und reiben sich nun klammheimlich die Hände. Wenn die internen Probleme gelöst werden können,
    ohne Gesichtsverlust und zur Zufriedenheit aller, wird die Partei gestärkt aus dieser Krise hervorgehen und weiteren Zuspruch erhalten.

  • Es geht doch. Mein Gott hier handelt es sich um schlaue sowie erfahrene Männer und Frauen!

    Reißt euch zusammen und weiter gehts!

    Es wäre eine Schande wenn man den "Piraten-Weg" gehen würde!

  • Klar. Insbesondere die Öffentlich-Unrechtlichen Sender sind Büttel der Systemparteien und durchsetzt von rot-grünen Qualitätsjournalisten.

    Die tun alles um die AfD zu diffamieren und die Futtertröge für die Systempartien frei zu halten.

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