Krisenzeiten
Steinbrück fordert von Finanzämtern Kulanz

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat von den Finanzämtern mehr Großzügigkeit gegenüber Unternehmern und Selbstständigen gefordert: Angesichts der Krise sollten die Beamten Anträge auf niedrigere Steuervorauszahlungen und auf Stundungen möglichst zugunsten der Antragsteller entscheiden.

BERLIN. So heißt es in einem Brief Steinbrücks an die 16 Länderfinanzminister, der dem Handelsblatt vorliegt. Es gehe darum, „die wirtschaftlichen Folgen der Finanzkrise für Bürger und Unternehmen soweit wie möglich zu mildern und einen massiven Abbau von Arbeitsplätzen zu verhindern“, heißt es in dem Brief weiter. Die Länderfinanzminister sollten die Finanzämter entsprechend anweisen.

Anlass für den Brief an die für die Finanzämter zuständigen Länderminister sind offenbar zahlreiche Beschwerden von Kleinunternehmern und Selbstständigen, dass sie trotz eines Umsatz-Einbruchs kein Verständnis fänden, und Finanzbeamte auf Vorauszahlungen in Höhe des – wirtschaftlich wesentlich besseren – Jahres 2008 beharrten. Besonders Freiberufler seien stark betroffen, sagte ein Ministeriumssprecher.

Donata Riedel ist Handelsblatt-Korrespondentin in Berlin.
Donata Riedel
Handelsblatt / Korrespondentin
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