Kritik am Bundesumweltminister
Mit gratis Energieberatungen gegen die Kostenlast

Ein Spitzentreffen soll das Stromsparen in Deutschland voranbringen - etwa durch kostenlose Beratungen. Denn die Kosten der Energiewende lasten schwer auf den Verbrauchern. Reine Symbolpolitik, kritisiert die Opposition.
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Kostenlose Energieberatungen für Verbraucher, das ist Peter Altmaiers Plan um den steigenden Kosten für Verbraucher durch die Energiewende vorzuwirken. Der Bundesumweltminister holt sich dafür Hilfe von Verbänden.Für diesen Dienstag hat der Umweltminister Vertreter von Wohlfahrtsverbänden, Kommunen und der Energiebranche sowie Verbraucherschützer zu einem runden Tisch eingeladen, um über eine Ausweitung kostenloser Energieberatungen zu sprechen. Am Mittag will der Minister über die Ergebnisse des runden Tisches informieren. Doch schon jetzt hagelt es Kritik von der Opposition.

Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin kritisierte die geplante Stromspar-Initiative von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) als reine Symbolpolitik. „Was nützt es, wenn der Arbeitslosengeld-II-Bezieher lernt, wie er seine Energiekosten senken kann, wenn im gleichen Atemzug die Energieverschwendung woanders steuerlich begünstigt wird“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

„Herr Altmaier ist offensichtlich eher für symbolische Politik als dafür, eine tatsächliche Energieeinsparung auf den Weg zu bringen.“ Trittin betonte, Union und FDP trieben die Strompreise der Bürger, weil sie auch Hähnchenmäster und Rechenzentren von der Zahlung der Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien befreiten.

Bisher gibt es kostenpflichtige Energieberatungen der Verbraucherzentralen und den Stromspar-Check der Caritas sowie des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen. Dabei werden Langzeitarbeitslose zu Stromsparhelfern geschult, die gratis Energiesparartikel einbauen. Im Schnitt können den Projektträgern zufolge so rund 86 Euro Stromkosten pro Jahr gespart werden. Doch dieses Angebot gilt bisher nur für Empfänger von Sozialleistungen.

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„Reine Subventioniererei"

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  • heute auf seite1 einer bekannten münchner regionalen zeitung: Strompreis wird teuerer als Hauptschlagzeile. Ein wenig versetzt darunter gibts einen Artikel über die reichsten Münchner (unter anderem die BMW-Klatten). Und heute bei RTL dann die Sendung "Armes reiches Deutschland". Zur reichen BMW-Klatten: Die stopft sich ihre Taschen voll, indem ihre Firma an Stromsteuer spart, die EEG-Umlage nicht bezahlen muss und gleichzeitig vom billigen Strom von der Strombörse direkt profitiert und bei BMW Leiharbeiter mit niedrigeren Dumpinglöhnen schuften müssen, um die Exportwagen in die Welt gewinnbringend zu verkaufen. Schade, dass die damals den Klatten-Erpresser geschnappt haben. Schade schade schade.

  • Dieses Getöse von Herrn Altmaier ärgert mich nur noch. Seine Forderungen, man könne die Mehrbelastungen durch das Abschaffen von "Stromfressern" kompensieren, sind purer Populismus.
    Wer schon bisher auf Energieverbrauuh geachtet hat, kann eben GAR NICHTS einsparen, ohne auf Grundkomfort zu verzichten (Abends/Nachts im Dunklen, nur noch Kurbelradio, Wäsche kalt waschen und die Schweißflecken mit Aceton bekämpfen).
    Ich habe nun schon komplett auf LED-Beleuchtung umgestellt, Waschmaschine, Kochfeld, Netzteile, alles bereits mit Verstand optimiert.
    Das ist ungefähr so provozierend wie die allfrühjährlichen Ratschläge in den Tageszeitungen, man können den Spritverbrauch eines Kfz leicht um 25% reduzieren, wenn man zukünftig nicht mehr ständig Vollgas führe und auch mal höhere Gänge als den Zweiten benutzte....

  • Natürlich ist Altmeier orientierungslos. Wie soll er denn auch Ahnung haben?
    Er ist studierter Jurist und ansonsten nichts weiter als ein ganz braver, angepaßter Parteisoldat, ein rundgeschliffener Kieselstein eben. Und ein absoluter Merkel-Stiefellecker
    So lange an unsren wirklich wichtigen Schaltstellen, so Sachverstand gefragt wäre, keine Fachleute sitzen, wird sich in diesem ganzen Dilettanten-Saustall Berlin nichts ändern

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