Kritik am "ewigen Hin und Her" der SPD
Björn Böhning ist neuer Juso-Chef

Der Student Björn Böhning aus Berlin ist neuer Bundesvorsitzender der Jusos. Der Regierung und der SPD-Führung warf er Konzeptionslosigkeit vor.

HB BERLIN. Der 26 Jahre alte Politikstudent Björn Böhning aus Berlin ist zum neuen Juso-Chef gewählt worden. Böhning wurde am Samstag auf dem Bundeskongress der Jungsozialisten mit 69,5 Prozent der Stimmen gewählt. Für Böhning, der keinen Gegenkandidaten hatten, stimmten 192 der 276 Delegierten.

Böhning zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis: «Das ist viel mehr, als ich mir erträumt hatte», sagte er. Zugleich forderte er die Jungdelegierten auf, ein Signal der Geschlossenheit und des inhaltlichen Aufbruchs an die SPD zu senden. «Die Zeit der Spielchen ist vorbei», sagte er.

Zuvor hatte Böhning in seiner Bewerbungsrede die Mutterpartei SPD scharf angegriffen. Ihr «ewiges Hin und Her» habe die politische Wahrnehmung der Bundesregierung im Chaos versinken lassen. Regierung und Parteiführung hätten kein Konzept, wie sie das Ruder noch herumreißen könnten.

Böhning ersetzt den bisherigen Vorsitzenden des SPD- Jugendverbands Niels Annen. Der 32-Jährige gab das Führungsamt nach drei Jahren ab.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%