Kritik an Amtsnachfolgerin
Guttenberg fordert mehr Unterstützung für Kurden

„Was bedeutet eigentlich 'nicht-tödliches' Material?“ Karl-Theodor zu Guttenberg will im Irak mit deutschen Waffen scharf schießen lassen. Der Ex-Hoffnungsträger kritisiert die Politik der schwarz-roten Regierung
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BerlinDer frühere Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) verlangt von der Bundesregierung mehr Unterstützung für die Kurden im Nordirak. „Wochen schon metzeln die Milizen der IS im Irak und in Syrien unschuldige Menschen nieder“, schrieb Guttenberg in einem Gastbeitrag für die "Bild"-Zeitung (Donnerstagsausgabe). "Und was tut Deutschland? Wir basteln uns eine politisch wasserfeste Schutzwestendoktrin."

Die Haltung von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), keine Waffen, aber Ausrüstung an die Kurden liefern zu wollen, sei ein „so interessanter wie zynischer Ansatz“, kritisierte Guttenberg. „Die Drecksarbeit lassen wir andere machen. Dafür haben wir ja gottlob Washington, Rom und Paris. So lässt sich mit umso leichterem Fuß eine Strategie der Nachtsichtgeräte und des 'nicht tödlichen' Materials verfolgen. Und: Was bedeutet das eigentlich? Luftgewehre und Steinschleudern?“

Der einstige CSU-Hoffnungsträger hatte im Herbst 2009 das Verteidigungsressort übernommen. Anfang 2011 trat Guttenberg zurück, nachdem ihm die Universität Bayreuth wegen Plagiaten den Doktortitel aberkannt hatte. Anschließend zog er mit seiner Familie in die USA.

Die Bundesregierung hatte Waffenlieferungen in den Nordirak eine Absage erteilt. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte am Mittwochabend im ZDF „heute-journal“ jedoch, er werde „zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausschließen, dass wir gegebenenfalls, wenn die Bedrohungslage so anhält, auch Waffen liefern müssen“.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Hir im Lande hätscheln wir die Moslems, obwohl ein Großteil völlig integrationsunwillig ist, und nun sollen wir Krieg gegen Islamisten führen?
    Gehts noch?

  • herr guttenberg hatte seine zeit. er hatte geistiges eigentum gestohlen. jetzt soll er einfach mal still sein.

  • Jetzt sollten die USA nicht die Folgen ihres Krieges auf andere Länder ab schieben.
    Die USA haben den Krieg im Irak geführt und sind somit auch für die Folgen verantwortlich.
    Auch für die Kriegsfolgen.
    Die USA sollten sich jetzt nicht weg ducken sonder Flagge zeigen.
    Oder wird nach den Vorgaben des Herrn "Zbigniew Brzezinski" verfahren.
    Die, so scheut es immer noch als Leitlinie für die USA Weltmacht Pläne gelten.
    Demnach geht es wohl darum genügend Araber um zu bringen um leichteres Spiel zu haben. Dem Feind möglichst arg indirekt zu zu setzen um die Population klein zu halten.

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