Kritik an Beck: Friedrich Merz unterstützt Wolfgang Clement

Kritik an Beck
Friedrich Merz unterstützt Wolfgang Clement

Wolfgang Clement bekommt neue Rückendeckung. Allerdings kommt die Unterstützung nicht aus den eigenen Reihen, sondern aus der CDU. Friedrich Merz fühlt sich dazu berufen, dem sozialdemokratischen Ex-Minister im Streit um die SPD-Spitzenkandidatin in Hessen Ypsilanti beizuspringen.

DÜSSELDORF. SPD-Chef Beck und andere versuchten, Clement mit dem Vorwurf des Lobbyismus "mundtot" zu machen, schreibt Merz in einem Gastkommentar für das Handelsblatt. "Der Lobbyist oder der, den man dafür hält, steht auf der untersten Stufe der Verachtung, ein Paria, keine Antwort in der Sache mehr nötig. Der Lobbyist richtet sich selbst", schreibt Merz.

Clement habe es trotz aller Angriffe gegen ihn erreicht, dass nun genauer auf das energiepolitische Programm der SPD in Hessen geschaut werde. Das trage in jeder Zeile die Handschrift des "erfolgreichsten Vorkämpfers für die Solarenergie aller Zeiten", den man auch einen "Lobbyisten" nennen könne, schreibt Merz mit Blick auf den hessischen Energieexperten Hermann Scheer, der bei einem SPD-Sieg Minister für Umwelt und Wirtschaft in Hessen werden soll. Schließlich habe er "so viel Subventionen für erneuerbare Energien locker" gemacht wie kaum ein anderer Interessenvertreter, schreibt Merz, ohne Scheer direkt beim Namen zu nennen.

Ausgerechnet dem Land Hessen, das überdurchschnittlich viel Strom aus Kernenergie verbrauche, für rund 80 Prozent der Stromerzeugung einen Ersatz aus erneuerbaren Energien und Kraftwärmekopplung binnen der nächsten fünf Jahre zu verordnen, sei "ein gewagtes Experiment.", schreibt Merz. "Diese Energiepolitik würde die Unternehmen und die privaten Haushalte extrem viel Geld kosten und die Stromversorgung einer der größten Industrieregionen Europas extrem gefährden."

Die drohende Lücke in der Energieversorgung des Landes, die Folgen des Ausstiegs aus der Kernenergie für die CO2-Bilanz und die absehbare Abhängigkeit von Stromimporten könne die SPD nicht einfach ignorieren, "wenn ihr Parteivorsitzender oder wer auch immer wirklich Bundeskanzler werden will", schreibt Merz.

» Der völlständige Gastbeitrag: "Eingeordnet und abgeurteilt"

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%