Kritik an Beckstein und Hubert
Stoiber bleibt bei seinem Rücktritt

Der von der eigenen Partei zur Aufgabe gezwungene bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Edmund Stoiber hat einen Rücktritt vom Rücktritt kategorisch ausgeschlossen.

HB MÜNCHEN. Zugleich äußerte er im Zusammenhang mit der CSU-internen Auseinandersetzung um die Besetzung des Parteivorsitzes Kritik an seinen möglichen Nachfolgern Erwin Huber und Günther Beckstein. Mitbewerber Horst Seehofer versprach Stoiber eine enge Einbindung in die Partei.

Der Noch-Regierungschef wies in der Tageszeitung „Die Welt“ Spekulationen nachdrücklich zurück, er könnte angesichts des Streits zwischen Huber und Seehofer um den Parteivorsitz als CSU-Chef am Amt bleiben: „Diese unbegründeten Fantasien wurden nicht von mir ausgelöst. An meiner Entscheidung wird nicht mehr gerüttelt“, zitierte das Blatt Stoiber.

An die Adressen der Landesminister Beckstein (Innen) und Huber (Wirtschaft), die nach Stoibers Wunsch Ministerpräsident beziehungsweise CSU-Chef werden sollen, sagte der Noch-Regierungschef: „Die sollen aufhören, sich an mir zu reiben!“

Stoiber kündigte ferner für die kommenden Wochen weitere innenpolitische Initiativen an: „Ich bringe bis zum letzten Tag den vollen Einsatz, denn ich habe von den Bürgern nicht den Auftrag, jetzt nichts mehr zu tun“.

Mit Blick auf den bevorstehenden Rückzug Stoibers bot der stellvertretende CSU-Vorsitzende Seehofer seinem Noch-Parteichef für die Zeit danach eine feste Einbindung in die Partei an. „Ich glaube, dass wir den Edmund Stoiber noch sehr gut gebrauchen können und ihn auch einbinden müssen“, sagte der Bundesverbraucherminister im Bayerischen Rundfunk.

Er werde das jedenfalls tun. In welcher Funktion er Stoiber nach dem Ende seiner Amtszeiten als Parteichef und bayerischer Ministerpräsident sieht, wollte Seehofer nicht sagen: „Das machen wir dann, wenn seine Amtszeit wirklich zu Ende ist.“

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