Kritik an Koalitionsverhandlungen Röttgen beklagt größten Vertrauensverlust in der Geschichte der CDU

Norbert Röttgen sieht die CDU in Gefahr. Er fordert eine programmatische Neuausrichtung und Vorbereitungen auf ein Ende der Ära Merkel.
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Der CDU-Politiker und Ex-Bundesumweltminister sieht seine Partei in Gefahr. Quelle: dpa
Norbert Röttgen

Der CDU-Politiker und Ex-Bundesumweltminister sieht seine Partei in Gefahr.

(Foto: dpa)

BerlinNach den jüngsten parteiinternen Querelen hat der CDU-Politiker Norbert Röttgen seine Partei zu einer programmatischen Neuausrichtung aufgefordert und zugleich eine „inhaltliche Entleerung“ angeprangert. „Noch nie in der Geschichte der CDU“ habe es emotional und politisch einen so weitgehenden Vertrauensverlust gegeben, sagte Röttgen dem „Tagesspiegel“.

Die Befassung mit Inhalten sei die notwendige Folge aus der breiten Kritik der Partei an der Ressortverteilung innerhalb einer möglichen neuen GroKo mit der SPD. Es sei zwar richtig, an der Spitze der CDU und im Kabinett auch jungen Politikern Chancen einzuräumen. Durch eine Verjüngung allein werde aber noch nichts gegen die „inhaltliche Entleerung“ getan.

Die CDU müsse Antworten auf die drängendsten Fragen der Zeit geben, sagte Röttgen. In den Bereichen Integration von Flüchtlingen, der Sicherheits- und Europapolitik, der Migration und der Digitalisierung müsse die Parteispitze eigene Grundsatzpositionen erarbeiten, die dann in der Partei diskutiert und danach in politisches Handeln umgesetzt würden.

In der CDU wird Kanzlerin Angela Merkel von Kritikern vorgeworfen, zu viele Zugeständnisse für eine neue große Koalition mit der SPD gemacht zu haben. Vor allem der Verlust des Finanzministeriums hat einige CDU-Politiker verärgert. Darüber hinaus wird darüber debattiert, wie sich die CDU nach einem Rückzug von Merkel an der Spitze präsentieren kann.

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3 Kommentare zu "Kritik an Koalitionsverhandlungen: Röttgen beklagt größten Vertrauensverlust in der Geschichte der CDU"

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  • @Narrog

    "....umweltfreundliche Kernkraftwerke..."

    UMWELTFREUNDLICH ??????

    Fokushima....Los Alamos....Hanford Site....Idaho...Kyschtym...Windscale....Simi Valley....Knoxville...Belojarsk....leningrad...Pennsylvania...Tschnernobyl....Sewersk...Fleurus...

    mir fällt schon länger auf, gerade bei Ihnen, wichtig ist anscheinend nur einen Kommentar zu schreiben, egal wie und was, Hauptsache kommentiert.....


  • Warum haben es denn die ganzen Politiker, die jetzt programmatische Neuausrichtung fordern, es in den letzten Jahren soweit kommen lassen? Keiner hat soviel Rückgrad bewiesen, wenn es denn seine Überzeugung gewesen wäre, was ich bei den Meisten aber bezweifel.

  • Das ist gerade der Richtige der dies sagt... Meines Erachtens gehört er mit Fr. Von der Leyen zur Generation Merkel.

    Röttgen ist durch Fr. Merkel zum Umweltminister geworden. Als Umwelminister hat er sich mit ökologischen gegen die umweltfreundlichen, zukunftträchtigen Kernkraftwerke engagiert*. Er hatte sogenannte "Erneuerbare Energien" mit sehr selektiver Kommunikation (Selektive Kommunikation wird häufig als Lüge eingestuft) gefördert. Im Zuge der "Energiewende" hatte er im Auftrag der Kanzlerin ein ziemliches Chaos angerichtet bis diese ihn durch ihre Allzweckwaffe Altmaier ersetzte.


    *Beispiel: In einer Studie zu den Risiken von Flugzeugabstürzen wurde festgestellt, dass ein solches bei einem Absturz bei den älteren KKW zwar die Gebäudemauer des Reaktorgebäudes durchschlagen könne, dies jedoch aufgrund der massiven inneren Betonstrukturen keine schlimmen Auswirkungen hätte. Röttgen kommunizierte gegenüber den Qualitätsmedien selektiv beschwor grosse Risiken und forderte teure Nachrüstungen.

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