Kritik an Krankenhäusern
CDU fordert Zweibett-Zimmer für Kassenpatienten

Die Union will die anstehende Gesundheitsreform nutzen, um deutliche Verbesserungen für Patienten gegenüber Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten durchzusetzen. So solle es künftig nur noch Zweibett-Zimmer in den Krankenhäusern geben.
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HB BERLIN. Zwei-Bett-Zimmer im Krankenhaus, schnellere Termine beim Spezialisten und mehr Landärzte: Die Union will nach dem Griff in die Taschen der Beitragszahler mit der nächsten Gesundheitsreform die Situation der Patienten deutlich verbessern. Sie fordert die Abschaffung der gängigen Vier-Bett-Zimmer für Kassenpatienten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es dazu noch keine Festlegungen.

Der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn sagte der „Süddeutschen Zeitung“ zu den Vier-Bett-Zimmern: „Das wird den Bedürfnissen der Menschen einfach nicht mehr gerecht, das ist etwa für einen Krebskranken eine ziemliche Zumutung.“

Bei den niedergelassenen Medizinern müsse der Service deutlich besser werden. Fachärzte etwa sollten Termine innerhalb von drei Wochen vergeben und diese auch einhalten. Auch will die Koalition im Kampf gegen gefährliche Krankenhaus-Keime vorankommen. Das Gesundheitsministerium betonte am Montag, es gebe bei allen Punkten noch keine Festlegungen. „Wir haben die Vorschläge von Herrn Spahn zur Kenntnis genommen.“ Gemeinsam mit Ländern und Verbänden würden die Ideen für das geplante Versorgungsgesetz in einer Kommission geprüft.

Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) will mit dem Gesetz auch den Ärztemangel auf dem Land bekämpfen. Wann Versicherte in der Praxis davon etwas haben, ist aber offen. Einen konkreten Fahrplan für die Verhandlungen gebe es nicht, so das Ministerium. Spahn sagte, erste Eckpunkte könnten zu Ostern vorliegen.

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Kommentare zu " Kritik an Krankenhäusern: CDU fordert Zweibett-Zimmer für Kassenpatienten"

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  • Schön, dann kann man ja damit rechnen, auf einem Zweibett-Zimmer von der Krankenpflege vernachlässigt zu werden.
    Wie wäre es stattdessen mit mehr Pflegepersonal? Oder an die Arbeitssituation angepassten Löhnen?
    Oder mal denjenigen Schmarotzern auf die Finger zu treten, die das beitragsfinanzierte System seit Jahren ausnehmen?
    Wie wäre es mit behandlung der Kranken und Hilfebedürftigen - anstatt Porsche für Lobbyisten?

    Kurzum: Wie wäre es mit am Patienten orientierter Gesundheitspolitik.

    ich möchte gerne wissen, wie viel so ein Gesundheitsexperte dem Staat kostet.

  • LiEFERSCHEiNE FÜR SPAHN/CDU
    Wenn schon betätigungsfeldersuche, dann bitte:
    1. Warum werden 3 Krankenkassen in Deutschland vom bundesverband der Krankenkassen geheim gehalten, obwohl sie bankrott sind, von anderen Krankenkassen (und damit fremden Mitgliedsbeiträgen) mitfinanziert, ohne endgültig abgewickelt zu werden?
    Wahrscheinlich wegen der Transferunion deutscher Krankenkassen, nicht wahr?
    2. Man schlage nach: Deutscher bundestag - Petitionsausschuß PiD14686. Dort beschweren sich bis jetzt über 7000 Mitbürger darüber, daß ein türkischer oder auch ehedem jugoslawischer Arbeitnehmer entgegen dem GLEiCHHEiTSGRUNDSATZ hier seine gesamte Verwandtschaft, Eltern, Onkel, Tanten, Nichten und Neffen hierzulande familienmitversichert bekommt.
    SO, DA KANN ER LOSLEGEN, DER SPAHN !

  • Da versucht wohl jemand, davon abzulenken, dass er keine idee hat, wie das System weiter finanziert werden soll.
    Ob neue Forderungen dann aber eine gute idee sind?

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