Kritik an Neumitglied Fest
Berliner CDU wirft AfD Nordkorea-Methoden vor

Die Kritik an der AfD wegen der kruden islamkritischen Thesen ihres Neumitglieds Nicolaus Fest wird lauter. Die Berliner CDU rückte den Publizisten in die Nähe des diktatorischen Regimes in Nordkorea.

BerlinDie Forderung des AfD-Neumitglieds Nicolas Fest nach Schließung aller Moscheen in Deutschland erinnert den Generalsekretär der Berliner CDU, Kai Wegner, an Methoden des diktatorischen Regimes in Nordkorea. „Die unterdrückerischen Zwangsmaßnahmen, die Herrn Fest vorschweben, kennt man sonst eher aus Nordkorea“, sagte Wegner dem Handelsblatt. „Die islamfeindlichen Äußerungen Nicolaus Fests hören sich an wie ein offizielles Aufnahmegesuch der AfD in die Verfassungsschutzberichte.“

Es treffe zwar zu, dass es innerhalb der islamischen Community „teilweise problematische Entwicklungen“ gebe, „bei denen wir genau hinschauen müssen“, sagte der Großstadtbeauftrage der Unions-Bundestagsfraktion weiter. „Wer aber eine vielschichtige Weltreligion mit 1,6 Milliarden Gläubigen pauschal als totalitäre Bewegung abqualifiziert, tritt unser Grundgesetz mit Füßen“, betonte Wegner.

Der Publizist Fest hatte bei seiner offiziellen Vorstellung als neues AfD-Mitglied den Islam als totalitäre Bewegung bezeichnet. Er halte den Islam „weniger für eine Religion als eine totalitäre Bewegung“, die mit dem Nationalsozialismus vergleichbar und nicht mit dem deutschen Grundgesetz vereinbar sei, sagte Fest am Donnerstag in Berlin.

„Das öffentliche Ausüben (...) dieser Ideologie muss man verhindern“, fügte er hinzu. „Genauso wie ich Hakenkreuze oder andere Symbole der Nazis nicht im öffentlichen (...) Raum sehen will, möchte ich Symbole hier sehen, die für eine andere totalitäre Ideologie stehen.“ Dies bedeute auch, dass die Moscheen in Deutschland geschlossen werden müssten, sagte der ehemalige stellvertretende Chefredakteur der „Bild am Sonntag“ auf Nachfrage von Journalisten.

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Schon vor zwei Jahren sorgte Fest für einen Skandal

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