Kritik an Parteispitze
Wulff attackiert SPD wegen VW-Affäre

In der VW-Affäre um Korruption und Lustreisen wirft Niedersachsens CDU-Chef und Ministerpräsident Christian Wulff der SPD vor, keine Aufklärung zu betreiben. Er forderte die Sozialdemokraten auf, einen Sonderermittler einzusetzen. Der niedersächsischen SPD-Spitze um Landeschef Garrelt Duin und Fraktionschef Wolfgang Jüttner warf er Versagen vor.

HB HANNOVER. Sieben Monate vor der Landtagswahl in Niedersachsen soll Jüttner an diesem Samstag auf einem Sonderparteitag in Hannover formell zum Spitzenkandidaten der Sozialdemokraten gekürt werden. „Duin und Jüttner haben bei dem Hantieren mit diesen Vorfällen bewiesen, dass sie in Krisensituationen für Führungsaufgaben nicht qualifiziert sind“, sagte Wulff am Freitag der Deutschen Presse- Agentur dpa in Hannover. Der Zoff in der Wolfsburger SPD mit Rücktritten zeige, dass die SPD einen Sonderermittler im Bezirksverband Braunschweig einsetzen sollte, der Licht ins Dunkle bringe, sagte Wulff.

Wegen eines heftigen Konflikts mit dem früheren stellvertretenden VW-Betriebsratschef und Ex-SPD-Ratsherrn Bernd Sudholt trat unter anderem der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion Wolfsburg, Ralf Krüger, zurück.

In der VW-Affäre war kürzlich auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Uhl verurteilt worden und zurückgetreten. Jüttner hatte zudem den Landtagsabgeordneten und VW-Betriebsratschef in Hannover, Günter Lenz, nach neuerlichen Anschuldigungen in der Affäre zum Mandatsverzicht aufgefordert.

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