Kritik an Schäuble

Brüderle findet Griechenland-Debatte unnötig

Rainer Brüderle hält die Diskussion über ein mögliches drittes Hilfspaket für Griechenland für wenig hilfreich und kritisiert Schäuble. Auch Westerwelle hatte in einem Interview warnende Worte parat.
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Rainer Brüderle (FDP) hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wegen dessen Griechenland-Äußerungen kritisiert. Quelle: Reuters

Rainer Brüderle (FDP) hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wegen dessen Griechenland-Äußerungen kritisiert.

(Foto: Reuters)

BerlinFDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wegen dessen Ankündigung eines dritten Hilfspakets für Griechenland kritisiert. „Wir sollten den Reformdruck für Griechenland durch verfrühte Diskussionen nicht abschwächen“, sagte Brüderle der „Bild am Sonntag“. Er verwies darauf, dass man erst Ende 2014 sehen werde, ob die bisherigen Hilfen für Griechenland ausreichen. Er halte die Debatte für wenig hilfreich.

Auch Außenminister Guido Westerwelle (FDP) warnte vor „Blankozusagen“ für Griechenland. Man dürfe zwar weitere Hilfen nicht grundsätzlich ausschließen. Es sei aber wichtig, keine neuen Pakete in Aussicht zu stellen, bis nicht alle vereinbarten Reformschritte in Griechenland umgesetzt worden seien, sagte Westerwelle den „Kieler Nachrichten“ (Samstag). „Kündigt man zu früh neue Hilfen an, wird der Reformelan nicht größer“, meinte der Bundesaußenminister.

Schäuble selbst sagte dem „Mannheimer Morgen“ (Samstag): „Ich habe nichts anderes als das gesagt, was schon die Euro-Gruppe 2012 beschlossen hat. Vielleicht fiel es diesmal etwas deutlicher aus.“ Das Volumen des dritten Hilfspakets werde „sicher erheblich kleiner sein, weil Griechenland wesentliche Fortschritte gemacht hat“.

Die Diskussion war durch Äußerungen von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) neu entfacht worden. Der Minister hatte angekündigt, dass Athen neue Hilfen brauchen könnte.

  • dpa
  • afp
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39 Kommentare zu "Kritik an Schäuble: Brüderle findet Griechenland-Debatte unnötig"

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  • Durchschauen Sie mal lieber neben ihrer so innigst gelieben Statistik Krisenländer, sonst durchschauen Sie am End nur noch ihre verstaubte "Brennnickelbrille" .

    Ausser paar flotte beleidigende Sprüche haben Sie , mit Verlaub, von Griechenland keine blassen Schimmer. Geh mal auf die Meile Macker, bevor er hier gross rumwedelt.

    Den Rollstuhl sollten andere schieben, oder gehört Majestics ebenfalls zum zu pflegenden "Pflegepersonal".

  • 'andix' sagt
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    @ Rechner

    Weisheit, nicht Weißheit.
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    Herzlichen Dank für den Hinweiß.

    Äh - Hinweis.

    +++

    'andix' sagt
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    Sie sind durchschaubarer als Ihnen lieb ist.
    ---------------------

    Was Sie nicht sagen.

    Bei Ihnen gibt es jedenfalls nicht viel zu durchschauen.

  • @ Rechner

    Weisheit, nicht Weißheit.

    Sie brauchen doch selber den Orthographiekurs, zu dem Sie anderen immer raten.

    Sie sind durchschaubarer als Ihnen lieb ist.

  • 'Eddie' sagt
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    GR wird saniert, das Haushaltsdefizit sinkt, GR hat mittlerweile sogar einen Primaer-Ueberschuss erwirtschaftet.
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    Woher wollen Sie das wissen?

    Aus den Haushaltszahlen des gr. Finanzministeriums wird nicht ersichtlich, wieviel des Kassenüberschusses vor Zinsen auf Periodeneffekte und einmalige Geschenke zurückzuführen sind. Auch sind diese Zahlen NUR von der Zentralregierung ohne Kommunen und Sozialkassen etcpp.

    Bevor ich das Wort "Primärüberschuß" (schaffen Sie sich doch 'mal 'ne Tastatur mit Umlauten an!) in den Mund nehme, warte ich lieber die Zahlen von eurostat ab.

    ...

    Die Verbesserungen in der Tragfähigkeit der gr. Volkswirtschaft streite ich sicher nicht ab.

    Aber im Staatshaushalt ist davon nach meinen Beobachtungen bisher noch nicht allzu viel angekommen.

  • O-Ton Brüderle
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    FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wegen dessen Ankündigung eines dritten Hilfspakets für Griechenland kritisiert. „Wir sollten den Reformdruck für Griechenland durch verfrühte Diskussionen nicht abschwächen“, sagte Brüderle der „Bild am Sonntag“. Er verwies darauf, dass man erst Ende 2014 sehen werde, ob die bisherigen Hilfen für Griechenland ausreichen.
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    Letzteres mag ja sein.

    Aber die Idee, daß Griechenland Abfang 2015 an die Finanzmärkte zurückkehren könnte ist doch inzwischen eher utopisch.

    Also sollte man 2014 abfangen zu überlegen, wie es weitergehen kann.

    Und das dafür ein weiteres Programm notwendig sein wird, läßt sich kaum bestreiten.

    Mehr hat Schäuble nicht gesagt, und es ist mir unerfindlich wie durch diese Binsenweißheiten "der Reformdruck für Griechenland abgeschwächt" werden könnte.

    Das könnte nur durch die Ankündigung eines Schuldenerlasses auf Kosten Deutschlands und der anderen guteuropäischen Länder geschehen, so wie das von SPD/Grüne/Linke/AfD praktiziert wird.

    Und genau zu diesen Ankündigungen hat Schäuble abschlägig Stellung bezogen, und damit den Reformdruck auf Griechenland erhalten.

    ...

    Ich weiß ja daß Wahlkampf ist.

    Aber trotzdem sollte das kleine Brüderchen FDP nicht auf Gebieten Gegensätze zur Union herbeizureden versuchen, wo diese nicht vorhanden sind.

  • Arm im Geiste sind Sie offenbar selbst. GR wird saniert, das Haushaltsdefizit sinkt, GR hat mittlerweile sogar einen Primaer-Ueberschuss erwirtschaftet. Ausserdem fliesst der groesste Teil der Kredite als Zins und Tilgung wieder zurueck, die öffentlichen Gläubiger halten fast 230 Milliarden Euro der Schulden Griechenlands (von ca. 300 Milliarden).

  • Der griechischen Bevoelkerung steht auch gar nichts zu aus den Rettunhspaketen, das Geld wird GR nur zur Verfuegung gestellt, damit der Staat seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen, also nicht pleite geht. Die Party auf Pump der Griechen ist vorbei.

    Ausserdem, i.S. Banken: Banken-Bashing ist ja in, die Wahrheit schaut aber anders aus:

    "Die Euro-Länder haben 161 Milliarden Euro, die EZB 45 Milliarden Euro und der IWF 22 Milliarden Euro Forderungen,"
    http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2013-07/27417052-oekonomen-halten-schuldenschnitt-fuer-griechenland-fuer-unausweichlich-003.htm

    Inzwischen halten öffentliche Gläubiger fast 230 Milliarden Euro der Schulden Griechenlands (von ca. 300 Milliarden). Die Banken/Versicherungen haben beim "Haircut" ueber 100 Milliarden, also den groessten Teil der Forderungen "gespendet".

  • Banken-Bashing ist ja in, die Wahrheit schaut aber anders aus:

    "Die Euro-Länder haben 161 Milliarden Euro, die EZB 45 Milliarden Euro und der IWF 22 Milliarden Euro Forderungen,"
    http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2013-07/27417052-oekonomen-halten-schuldenschnitt-fuer-griechenland-fuer-unausweichlich-003.htm

    Inzwischen halten öffentliche Gläubiger fast 230 Milliarden Euro der Schulden Griechenlands (von ca. 300 Milliarden). Die Banken/Versicherungen haben beim "Haircut" ueber 100 Milliarden, also den groessten Teil der Forderungen "gespendet".

  • Das ma alles richtig sein. Dennoch: Unsere Milliarden gehen nicht an das griechische Volk sondern an Banken, zB deutsche und französische.

  • Im Kommentar gab es eine "Lücke".
    Korrekt muss es heißen, "gutes Geld wird schlechtem Geld hinterhergeworfen.

    "Der Geist weht (oder nicht) wo er will." LOL

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