Deutschland
Kritik an Stoiber in der CSU hält an

In der CSU hält die Kritik an ihrem Vorsitzenden Edmund Stoiber an. Der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Michael Glos, machte in „Bild am Sonntag“ deutlich, dass es noch keine Festlegung auf den bayerischen Ministerpräsidenten als Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2008 gebe.

HB BERLIN. Er gehe zwar davon aus, dass Stoiber erneut kandidieren werde, sagte Glos. Aber die Weichen würden erst 2007 gestellt. Entscheidende Instanz sei dabei die CSU-Landtagsfraktion. Stoibers abrupter Verzicht auf einen Wechsel nach Berlin habe in Teilen der Partei für Verwirrung gesorgt, erklärte Glos. Stoiber wollte ursprünglich Bundeswirtschaftsminister werden, entschied sich aber nach Querelen mit der CDU für einen Verbleib in München. Das Ministeramt soll nun Glos übernehmen.

Nach einem Bericht des Magazins „Focus“ soll Landtagspräsident Alois Glück Stoiber eine Frist bis Ostern gegeben haben, sich politisch wieder zu stabilisieren. Gelinge dies nicht, müsse die Partei die notwendigen Konsequenzen ziehen, zitierte das Magazin den CSU-Politiker unter Berufung auf Teilnehmer eines Gesprächs. Stoibers überraschender Verzicht auf die Übernahme eines Ministeramts in einer großen KOALITION war in den eigenen Reihen massiv kritisiert worden. Vereinzelt war auch in Frage gestellt worden, ob Stoiber erneut als Spitzenkandidat für die CSU in den Landtagswahlkampf ziehen könne.

Landtagsfraktionschef Joachim Herrmann beteuerte, die Position Stoibers sei ungefährdet. Auf die Frage, wie sicher Stoiber im Sattel sitze, sagte Herrmann am Freitagabend: „Fest.“ Der CSU-Vorsitzende habe während der dreitägigen Reise der CSU-Landtagsfraktion betont, dass er sich nun ganz auf Bayern konzentrieren wolle. „Er sagt klar, Bayern ist sein Betätigungsfeld, und das ist auch gut so.“

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