Kritik des Altkanzlers CDU-Generalsekretär weist Kohl-Kritik zurück

Altkanzler Kohl hatte in einem Interview die Bundesregierung stark kritisiert. Das kam bei CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe und Bundesaußenminister Guido Westerwelle nicht gut an.
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Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) sagt Deutschland sei keine berechenbare Größe mehr. Quelle: dapd

Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) sagt Deutschland sei keine berechenbare Größe mehr.

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Berlin CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe widerspricht der Kritik von Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) an Deutschlands Rolle in Europa und der Welt. „Die von Helmut Kohl genannten Grundprinzipien deutscher Außenpolitik - wie die transatlantische Partnerschaft, die Einigung Europas und die deutsch-französische Freundschaft - bestimmen auch heute das Handeln der Regierung von Angela Merkel“, sagte Gröhe der Zeitung „Die Welt“.

Die Vorschläge von Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy zur Stärkung der Stabilitätskultur in Europa setzten den Weg Helmut Kohls und seines Finanzministers Theo Waigel (CSU) fort und korrigierten die falsche Politik von Rot-Grün. Kohl hatte in einem Interview die Bundesregierung kritisiert. Deutschland sei seit Jahren keine berechenbare Größe mehr.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat die Kritik von Alt-Kanzler Helmut Kohl an seiner Politik zurückgewiesen. Er schätze Kohl „als gewichtige Persönlichkeit“ zwar sehr, von einem Kurswechsel könne aber keine Rede sein, sagte Westerwelle am Mittwochabend im ZDF.

In der Welt des 21. Jahrhunderts sei es wichtig, nicht nur alte Partnerschaften zu pflegen, sondern auch die neuen Kraftzentren in der Welt ernst zu nehmen und neue strategische Verbindungen aufzubauen. Dies sei gerade für ein Exportland wichtig, das von der internationalen Vernetzung lebe. „Das hat nichts damit zu tun, dass wir unsere Partner nicht kennen würden“, sagte der frühere FDP-Chef.

Kohl hatte im Interview die Außenpolitik der Bundesregierung ungewöhnlich scharf kritisiert. Deutschland sei schon seit einigen Jahren keine berechenbare Größe mehr - weder nach innen noch nach außen, sagte der CDU-Politiker der Zeitschrift „Internationale Politik“. Ausdrücklich bezog er sich dabei auch auf die deutsche Enthaltung im UN-Sicherheitsrat zum Militäreinsatz in Libyen.

Ohne Bundeskanzlerin Angela Merkel oder Außenminister Westerwelle namentlich zu nennen, kritisierte Kohl eine generelle Orientierungslosigkeit. Wer keinen Kompass habe, könne auch nicht sagen, wo er hin wolle.

  • dapd
  • rtr
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5 Kommentare zu "Kritik des Altkanzlers: CDU-Generalsekretär nimmt Merkel in Schutz"

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  • Kohls allergrößter Fehler war Merkel
    War der damals eigentlich blind und vernebelt?
    Eine solch gut geschulte FDJ-Tussi in die CDU zu holen?

  • Kohl in seiner Beratungsresistenz und Sturheit war einfach unerträglich geworden, deshalb wurde er abgewählt. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass wir uns noch heute mit seinem politischen Nachlass auseinander zu setzen haben! Er hatte zwar einen Kompass, nur nicht die Sensorik, um festzustellen, dass dieser ihm auch nicht immer die richtige Richtung anzeigte...

  • Ich find es sagenhaft, dass der Euro-Freund Kohl einfach andere fuer seine Ideen kritisiert. Er sollte mal klar Stellung nehmen, was er sich dabei gedacht hatte, als er bei der Euro-Einfuehrung half.

  • der alte S..k soll endlich abt...en!

  • Ich habe mit Kohl in Rheinland Pfalz Wahlkampf gemacht. Wir waren direkt in seinem Umkreis und in der Schülerunion " erste" Kräfte. Ich wundere mich heute, dass so eine Gestalt wie Merkel überhaupt auf seinem " Tableau" stand. 1999 steckte Merkel ihrem verhassten Gegner Kohl das Meesser in den Rücken ( Parteitag: der Alte ist Schnee von gestern) Erst jetzt erklärt er was alle sehen : Merkel ( falsch in der CDU richtig SED), Westerwelle(indiskutabel, der Obama der FDP) -- aber warum so spät. Es ist immer noch keiner da vom Format Kohl.Deshalb ist die CDU( FDP) unwählbar geworden. Apokalytisch ist daher die Zukunft. EUDSSR lässt grüssen

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