Kritik des Ministeriums
Experte rechnet mit massiven Einschnitten

Zur Vermeidung weiterer Beitragserhöhungen drohen den rund 38,5 Mill. Beschäftigten nach Berechnungen des Freiburger Ökonomen Bernd Raffelhüschen drastische Leistungskürzungen im Sozialsystem.

HB/dpa BERLIN. Danach müsste jeder Beitragszahler im Laufe seines Lebens auf erworbene Leistungsansprüche im Umfang von durchschnittlich 50 000 € verzichten, heißt es in einem Bericht der „Bild“-Zeitung. Nur dann könnten die Beitragssätze der Renten- und Pflegeversicherung sowie der Krankenkassen konstant gehalten werden.

Raffelhüschen, der auch Mitglied der Rürup-Kommission ist, begründete die erforderliche Beschneidung des Leistungsvolumens mit der niedrigen Geburtenrate in Deutschland. Der Zeitung sagte der Wissenschaftler: „Das ist die Quittung dafür, dass wir zu wenig Kinder bekommen, die Beiträge einzahlen können.“

Der Sprecher des Bundessozialministeriums, Klaus Vater, kritisierte, dass Raffelhüschen seine Berechnungsgrundlagen nicht offengelegt habe. „Die Zahlen sind so für uns nicht nachvollziehbar.“ Vater bedauerte die „holzschnittartigen Beschreibungen“, die breite Bevölkerungskreise massiv verunsicherten. Die Frage stelle sich, ob der Wissenschaftler „aus seiner sicheren Beamtenposition heraus“ wisse, was er damit anrichte. „Da fehlt ein Stück Verantwortung“, sagte der Sprecher.

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