Kritik von der Union
Soldatinnen werden per Quote gefördert

Frauen werden in der Bundeswehr künftig mit einem neuen Gleichstellungsgesetz per Quote gefördert. Das Ziel: Ihr Anteil in dieser Männergesellschaft soll auf 15 Prozent verdreifacht werden.

HB BERLIN. Der Bundestag beschloss das Gesetz am Mittwochabend mit Wirkung zum 1. Januar 2005. Trotz Kritik an der Quotenregelung stimmte die oppositionelle Union dem Gesetz zu. Die FDP votierte dagegen.

Die SPD erklärte, die Quote solle Soldatinnen nicht generell bevorzugen, sondern ihre Unterrepräsentanz beseitigen. Bei gleicher Qualifikation im Vergleich mit einem Mitbewerber solle die Frau gefördert werden. Ferner werden künftig Gleichstellungsbeauftragte gewählt und Möglichkeiten zur Teilzeitarbeit angeboten.

Die Union erklärte: „Eine starre Quotenregelung ist der falsche Weg, um die Akzeptanz der Soldatinnen unter ihren Kameraden zu erhöhen.“ Außerdem seien keine Ansätze zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf erkennbar. Besonders betroffen seien die Eltern unter den Soldaten, die gleichzeitig in den Einsatz geschickt werden. Es seien auch noch viele Fragen zu den Voraussetzungen für die Teilzeitarbeit offen, die im Zivilleben längst einvernehmlich gelöst seien. Dennoch sei das Gesetz ein „seit langem überfälliger Schritt“.

Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehr-Verbandes, Bernhard Gertz, sagte: „Erstmalig in der Geschichte der Bundeswehr werden Soldatinnen und Soldaten die Möglichkeit haben, ihren Dienst während der Elternzeit und während der Betreuung naher Angehöriger in Teilzeit zu leisten.“

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