Krnakenhausfinanzierung
Regierung strebt Systemwechsel an

Gesundheitsstaatssekretär Klaus Theo Schröder hat den Vergütungs-Katalog für die Krankenhausfinanzierung einen „wichtigen Schritt für einen Systemwechsel“ in Kliniken bezeichnet, um mehr Qualität, Wirtschaftlichkeit und Transparenz zu erreichen.

HB BERLIN. Die Bundesregierung hat jetzt den Entwurf für die neuen, so genannten Fallpauschalen vorgelegt, mit denen die Bezahlung der meisten Krankenhaus-Leistungen von 2004 an geregelt werden soll. Damit können Krankenhaus-Patienten künftig auf mehr Transparenz bei ihren Behandlungskosten hoffen. Gesundheitsstaatssekretär Klaus Theo Schröder nannte den Vergütungs-Katalog für die Krankenhausfinanzierung am Donnerstag einen „wichtigen Schritt für einen Systemwechsel“ in Kliniken, um mehr Qualität, Wirtschaftlichkeit und Transparenz zu erreichen.

Die meisten Krankenhaus-Leistungen werden künftig flächendeckend nach einem Fallpauschalensystem bezahlt. Sie werden differenzierter beschrieben und kalkuliert - hochwertige und kostenintensive Leistungen werden entsprechend hoch vergütet. Auch soll die Verweildauer in Kliniken auf das medizinisch notwendige Maß reduziert und verfrühten Entlassungen entgegen gewirkt werden. Schröder verwies darauf, dass die finanziellen Mittel, die Kliniken 2003 zur Verfügung standen, weitgehend unverändert ins Jahr 2004 überführt würden.

Studien hatten ergeben, dass die Behandlungsdauer von Patienten kaum eingedämmt wurde, da immer mehr Patienten nach ihrer Entlassung bald wieder im Krankenhaus aufgenommen werden. Zwar hätten sich durch erste Fallpauschalen die Liegezeiten pro Patient verkürzt. Dieser Erfolg sei aber mit mehr Krankenhaus-Aufenthalten erkauft worden. Die Verweildauer in deutschen Akut-Krankenhäusern liegt über dem Niveau anderer Industrieländer. Die stationäre Versorgung ist mit rund 45 Mrd. € der größte Ausgabenblock in der Gesetzlichen Krankenversicherung. Der stationäre Bereich insgesamt hatte 2002 ein Umsatzvolumen von rund 57 Mrd. €.

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