Künftiger FDP-Chef
Röslers neues Partei-Dreamteam steht

Erst die öffentlichen Ämter, jetzt die Partei. Philipp Rösler hat sein Wunschteam für die Parteiführung gefunden. Gleichzeitig kommt eine andere Personalie nicht zur Ruhe.
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RostockEinen Tag vor dem FDP-Bundesparteitag in Rostock hat der designierte Vorsitzende Philipp Rösler seine Wunschmannschaft für die Parteispitze präsentiert. Als Kandidaten für seine Stellvertreter benannte der neue Bundeswirtschaftsminister die bisherige Fraktionschefin Birgit Homburger, Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und den sächsischen Landeschef Holger Zastrow. Die künftige Führung soll am (morgigen) Freitag von den Delegierten gewählt werden.

In das Präsidium sollen darüber hinaus der hessische Landesvorsitzende Jörg-Uwe Hahn, Entwicklungsminister Dirk Niebel und die Verteidigungsexpertin Elke Hoff aufrücken. Christian Lindner soll Generalsekretär bleiben und Patrick Döring soll Schatzmeister werden. „Damit kommt es zu einer deutlichen Erneuerung im Präsidium“, sagte Rösler. Zwei Drittel der Führungsmannschaft sei damit neu. Der Frauenanteil bleibe bei 30 Prozent.

Rösler soll Nachfolger von FDP-Chef Guido Westerwelle werden. Der 38-Jährige hatte diese Woche mit einer Personalrochade den Befreiungsschlag in der Führungskrise der Partei gesucht. Statt Homburger führt nun der bisherige Wirtschaftsminister Rainer Brüderle die Bundestagsfraktion. Dessen Nachfolger als Minister ist Rösler selbst, der wiederum sein bisheriges Amt als Gesundheitsminister an seinen Staatssekretär Daniel Bahr abgegeben hat.

Ein früheres Aushängeschild und Präsidiumsmitglied hatte die Partei am Mittwochabend verloren: Die Europaabgeordnete Silvana Koch-Mehrin war wegen einer Plagiatsaffäre um ihre Doktorarbeit von ihren Spitzenämtern als Fraktionschefin und Vizeparlamentspräsidentin zurückgetreten.

Zugleich setzte sich die Parteispitze im Streit über die politische Zukunft von Westerwelle als Außenminister durch. So will der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Martin Lindner nach Angaben seines Fraktionschefs Rainer Brüderle keinen Antrag auf Abstimmung über das politische Schicksal des Außenministers stellen. Dies habe Brüderle vor dem Präsidium und dem Bundesvorstand der Partei erklärt, hieß es aus Parteikreisen. Brüderle habe mit Lindner gesprochen. Dieser werde „keinen solchen Antrag stellen“, hieß es.

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  • völlig lachhaft die Wechsel, genau entgegengesetzte Qualifikationen:

    Werdegang von Herrn Rösler:
    Nach seinem Abitur an der Lutherschule in Hannover im Jahre 1992 begann er als Sanitätsoffizieranwärter in der Bundeswehr seine medizinische Ausbildung, die er als Student an der Medizinischen Hochschule Hannover und in der Arztausbildung am Bundeswehrkrankenhaus Hamburg fortsetzte. Philipp Rösler promovierte 2002 zum Dr. med. im Bereich Herz-Thorax-Gefäßchirurgie. 2003 verließ er aufgrund seiner Wahl in den Niedersächsischen Landtag die Bundeswehr als Stabsarzt.

    Werdegang von Herrn Bahr:
    Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann absolvierte er sein Studium der Volkswirtschaftslehre und Business Management an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Seit 1996 ist er Mitarbeiter der Dresdner Bank AG, zunächst in Schwerin, später in Hamburg, wo er zuletzt im Bereich Firmen- und Unternehmenskundenberatung tätig war.

    Ich glaube die haben im Protokoll die Namen vertauscht? Ich hoffe für die FDP, dass der Dr. Rösler nicht auch noch mit einem Plagiat promovierte.

  • die wechseln die minister auch einfach so wie sie lustig sind. welche qualifikationen und erfahrungen bringt der herr rösler denn für das wirtschaftsministerium mit? wenn er sich NUR zuarbeiten lässt und selbst wenig ahnung vom dem ressort hat, soll er lieber abdanken bevor er es muss, weil er mist baut, da er es nicht besser wusste. man bedenke, dass seine gesundheitsreform nach ewigem hin und her einfach durchgedrückt wurde, weil alle es leid waren, und die patientenversorgung oder die finanzielle stabilität der kassen hat sie definitiv nicht erreicht. die fdp sollte jetzt wirklich aufpassen, was sie tut, es kann um die bundesheitliche existenz gehen

  • FDP im Aufwind!

    Ein bundesdeutsches Nicken damals, als ein ausgebildeter Arzt das ministeriale Amt der Gesundheit sein Eigen nennen sollte. Endlich, so war zu vernehmen, besetzt ein Mensch mit praktischer Erfahrung ein Schlüsselressort, um dem maroden System mit Durchblick und Kenntnis zur entscheidenden Reform zu verhelfen.

    Aber das Nicken wandelte sich schnell zur Genickstarre. Der junge Arzt aus bestem Elternhaus schult jetzt in einem Crash-Kurs um und wird Wirtschaftsminister.

    Obwohl Zeitungsleser, fällt mir derzeit keine Reform des Gesundheitswesens ein, welche Herr Rösler nachhaltig auf den Weg gebracht hat. Es stellt sich jetzt die Frage, was ihn für ein fachfremdes Ressort qualifiziert? Die Antwort liegt wahrscheinlich direkt neben der, warum unser "von und zu" zeitweise Verteidigungsminister wurde.

    Die Ernennungsurkunde hätte statt von Herrn Wulf durch Herrn Bohlen übergeben werden sollen. Das wäre dann auch der passende Rahmen gewesen.

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