Kürzung des 13. Monatseinkommens
Bauwirtschaft: Tarifverhandlungen geplatzt

Die Tarifverhandlungen über Kürzungen des 13. Monatseinkommens in der deutschen Bauwirtschaft sind geplatzt. Mit der Gewerkschaft habe endgültig keine Einigung erzielt werden können. Das teilte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie am Mittwoch in Berlin mit.

HB BERLIN. Daher solle nun die Schlichtung angerufen werden, für die der CDU-Politiker Heiner Geißler als Vermittler vorgesehen sei. Wegen der anhaltend schweren Krise am Bau sei es von existenzieller Bedeutung, dass die Firmen noch in diesem Jahr eine Kostenentlastung erhielten.

Wenn keine rasche Einigung gefunden werde, sei mit weiteren Insolvenzen zu rechnen, sagte der Vizepräsident des Hauptverbands, Thomas Bauer. Die Arbeitgeber hätten nach dem Scheitern der Gespräche den Tarifvertrag über das 13. Monatseinkommen gekündigt. Schon mit Blick auf die schwierige Lohnrunde 2004 sei ein rascher Kompromiss nötig. Für eine Schlichtung sind maximal zwei Wochen vorgesehen.

Die Arbeitgeber wollen erreichen, dass das 13. Einkommen zur Kostenentlastung reduziert und teils in die tarifliche Zusatzrente umgeschichtet wird. Unüberwindbarer Streitpunkt mit der Gewerkschaft sei zuletzt aber die Frage einer Einmalzahlung zur Zusatzrente für das Jahr 2003 gewesen. Die deutsche Bauwirtschaft steuert 2003 auf ein Umsatzminus von sechs Prozent zu. Im ersten Halbjahr ging der Umsatz um 8,7 % auf 34,1 Mrd. € zurück.

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