Kultusministerkonferenz
Reform der Studienplatzvergabe geplant

Die Kultusministerkonferenz will die Dortmunder Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) zu einer Serviceeinrichtung für Hochschulen und Studenten weiterentwickeln.

HB BERLIN/DORTMUND. Die Reform der ZVS beschloss die Kultusministerkonferenz (KMK) nach Angaben ihres Präsidenten, Berlins Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD), am Mittwochabend in Berlin. Zudem sollen die Hochschulen künftig ihre selbst ausgewählten Studienanfänger in Numerus-Clausus-Fächern (NC) der ZVS melden, damit die begehrten Plätze nicht durch Mehrfachbewerbungen und -einschreibungen blockiert werden. Die Teilnahme an diesem Meldesystem ist allerdings den Hochschulen freigestellt.

Damit ziehen die Kultusminister erste Konsequenzen aus Problemen, die mit dem seit drei Jahren gültigen Hochschulzulassungsrecht entstanden sind. Danach können die Universitäten in den Mangelfächern wie Medizin, Psychologie oder Biologie bis zu 60 Prozent der Studienanfänger selbst auswählen. Nach bisherigen Erfahrungen bewirbt sich ein Student, der diese Fächer studieren will, an drei Hochschulorten. Dies hat zu Mehrfacheinschreibungen, komplizierten Nachrückverfahren oder einem Freibleiben von Plätzen geführt.

Zöllner sagte: „Entscheidendes Kriterium für die Zulassung zum Studium muss das Abitur bleiben.“ Alle anderen Verfahren, wie Auswahlgespräche, Tests oder spezielle Notengewichtung, erforderten einen erheblichen Zeitaufwand, wie ihn die Hochschulen selbst kaum leisten könnten. Denn diese Verfahren müssten „verantwortbar durchgeführt werden“. Zöllner forderte die Hochschulen auf, sich aus eigenem Intersees an diesem neuen System zu beteiligen.

Nach dem neuen Verfahren, das zum Wintersemester 2008/2009 greifen soll, reichen Studienbewerber ihre Unterlagen an die ZVS ein und geben eine Reihenfolge favorisierter Hochschulen an. Die Zentralstelle koordiniert dann jeweils die individuellen Auswahlverfahren und gibt auch erfolgte Einschreibungen an anderen Hochschulen weiter. Die ZVS kann auch nichtbesetzte Studienplätze weitervermitteln. Zöllner schätzt, dass durch Probleme bei der Vergabe fünf bis zehn Prozent der Plätze in Mangelfächern nicht besetzt werden können.

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