Kultusministerkonferenz versucht Streit zu schlichten
Springer-Blätter wieder mit alter Rechtschreibung

Die Zeitungen des Axel Springer Verlages kehren im Oktober zur alten Rechtschreibung zurück. Unterdessen versucht das Präsidium der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) im Streit um die Rechtschreibreform zu schlichten.

HB BERLIN. Bei der Rückkehr zur alten Rechtschreibung mache am 3. Oktober die „Bild am Sonntag“ den Anfang, teilte der Verlag am Sonntag mit. Am kommenden Tag würden „Bild“, „Die Welt“, „Hamburger Abendblatt“, „Berliner Morgenpost“ und „B.Z.“ umgestellt sein. Die Titel „Welt am Sonntag“ und „B.Z. am Sonntag“ folgten am 10. Oktober. Die zahlreichen Zeitschriften des Verlags würden schrittweise zur klassischen Rechtschreibung zurückkehren.

Springer und der „Spiegel“-Verlag hatten Anfang August mitgeteilt, dass sie mit ihren Print- und Online-Ausgaben zur alten Rechtschreibung zurückkehren würden. Die „Süddeutsche Zeitung“ verkündete ebenfalls die Rückkehr zur klassischen Schreibweise. Sie folgten damit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, die als einziges Blatt die Umstellung nach kurzer Zeit wieder rückgängig gemacht hatte.

Die positive Resonanz der Leser und die breite öffentliche Debatte zeigten, dass die Verlage mit ihrer Entscheidung auf dem richtigen Weg seien, erklärte Springer-Chef Matthias Döpfner. Von der klassischen Rechtschreibung ausgehend, sei man offen für sinnvolle Neuerungen.

Das Präsidium der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) hat derweil nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“ die Besetzung des „Rates für deutsche Rechtschreibung“ vorgeschlagen. Er soll künftig im Streit um die Rechtschreibreform schlichten. Dem Gremium werden demnach 18 Vertreter aus Deutschland und je neun aus Österreich und der Schweiz angehören.

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