Kundgebung gegen Rechts
Gauck ruft zu gegenseitigem Respekt auf

Vor zehn Jahren wurden 22 Menschen beim Kölner Nagelbombenanschlag verletzt. Auf einer Kundgebung zum Jahrestag rief Bundespräsident Joachim Gauck zu gegenseitigem Respekt auf. Grünen-Parteichef Cem Özdemir übte Kritik.
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Köln Am zehnten Jahrestag des Nagelbombenanschlags von Rechtsterroristen in Köln hat Bundespräsident Joachim Gauck alle Bürger zu gegenseitigem Respekt und zu gemeinsamem Eintreten gegen Hass und Gewalt aufgerufen. „Euer Hass ist unser Ansporn“, sagte Gauck laut Redetext am Montag auf einer Großkundgebung in der Domstadt an die Adresse „rechtsextremer Verächter der Demokratie“. Den Opfern des Terrors und ihren Angehörigen sprach der Präsident sein Mitgefühl aus.

„Wir denken heute auch daran, wie viele Betroffene sich später allein gelassen oder sogar als Verdächtige behandelt fühlen mussten, wie viel Misstrauen damals gesät wurde“, sagte Gauck auf der Kundgebung, die unter dem Motto „Birlikte“ (türkisch: „Zusammenstehen“) stattfand.

Gauck zufolge hat der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) mit seinen Morden und dem Bombenanschlag wie in der Kölner Keupstraße „zu zerstören versucht, was uns in Deutschland wertvoll ist: das selbstverständliche Miteinander der Verschiedenen“.

Die Gedenkveranstaltung für die Opfer und ihre Familien wertete der Bundespräsident auch als eine Botschaft an die an die rechtsextremen Verächter unserer Demokratie: „Wir zeigen, wie wir in unserem Land leben wollen: respektvoll und friedlich. Wir sind verschieden. Aber wir gehören zusammen. Und wir stehen zusammen, um allen, die von fremdenfeindlicher Gewalt bedroht sind, zu sagen: Ihr seid nicht allein.“

Grünen-Parteichef Cem Özdemir nannte es in Berlin „einen Skandal, dass die Hintergründe der NSU-Verbrechen nach wie vor nicht restlos aufgeklärt sind“. Der Anstand gegenüber den Opfern gebiete es, Konsequenzen aus den zahlreichen Ermittlungspannen zu ziehen. Özdemir verlangte insbesondere erneut einen „radikalen Schnitt“ beim Bundesamt für Verfassungsschutz „in personeller und struktureller Hinsicht“.

Das Attentat vom 9. Juni 2004 in der überwiegend von Türken bewohnten Keupstraße in Köln-Mülheim wird der Neonazi-Terrorgruppe NSU zugeschrieben. 22 Menschen wurden damals verletzt, vier von ihnen schwer. Bei der Suche nach den Tätern tappte die Polizei jahrelang im Dunkeln.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • *Peter Heimig (74):
    Gedanken zu NSU Merkel R2P – Schirrmacher – Wulff, Köhler, Juncker, Dichand u.v.a.m.
    Eine Polemik: “Tot mit bzw. ohne Mord“ die Crux aus meinen über 22 Jahren auf Rügen (Wahlkreis A. Merkel) www.peter-heimig.com (Nr. 126 PDF6) & .de oder z.B. taz: „Selbstentsorgung“ (Zersetzung).
    Wie lange hält noch die Unschuldsvermutung in Deutschland – die hier von „bestimmten Politikern, Medien und Justiz“ reklamiert wird – nach soviel Leid ohne Konsequenzen für bestimmte straffreie Eliten, die sich gegenseitig mit goldenem Handschlag in Sicherheit gebracht haben.
    *Heimig, Founder of Tax Free Shopping Europe pheimig@t-online.de



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