Kundgebung
Mehr als 2000 Ärzte protestieren in Berlin

Die Protestwoche der Ärzte in ganz Deutschland steuert am Freitag mit einer Kundgebung in Berlin ihrem Höhepunkt zu. Mehr als 2000 Ärzte werden zu dem Protest erwartet. Dabei geht es um Bezahlung und Arbeitszeiten von Klinikärzten.

HB BERLIN. Mit einer Kundgebung von bis zu 2000 Ärzten aus ganz Deutschland steuert die Protestwoche heute (Freitag) in Berlin auf ihren Höhepunkt zu. Im Streit um Bezahlung und Arbeitszeiten von Klinikärzten signalisierte der Vorsitzende des Ärzteverbands Marburger Bund, Frank Ulrich Montgomery, die Bereitschaft zur Wiederaufnahme von Tarifgesprächen. „Wir wollen verhandeln“, sagte er am Freitag im ZDF. „Jeder, der mit uns redet, ist willkommen, und wenn er ein gutes Angebot hat, dann kriegt er von uns auch einen Handschlag.“

Knapp 7000 Ärzte von Universitätskliniken in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin und Hessen beteiligten sich seit Montag an Warnstreiks. Sie kritisieren, dass sie bis zu 42 Stunden pro Woche arbeiten müssen und fordern höhere Gehälter. Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Helga Kühn-Mengel, warnte im Deutschlandfunk, der Streit dürfe nicht auf dem Rücken der Patienten ausgetragen werden.

Die Länder streben ebenfalls neue Tarifgespräche an. Das hatte der Vorsitzende der Tarifgemeinschaft der Länder, Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU), am Donnerstag erklärt. Die Verhandlungen waren im Frühjahr zunächst gescheitert. Baden- Württembergs Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU) brachte eine Verlagerung der Tarifzuständigkeit für die Krankenversorgung von den Ländern auf die Kliniken ins Gespräch.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%