Deutschland

_

Kurze Anlagezeit: Gesundheitsfonds bringt Mini-Rendite

exklusivFür seine enormen Rücklagen in Höhe von acht bis neun Milliarden Euro erzielt der Gesundheitsfonds nur sehr magere Renditen. Der Zinssatz liegt deutlich unter einem Prozent. Schuld soll die kurze Anlagezeit sein .

Der Gesundheitsfonds erzielt trotz Milliardenrücklage kaum Rendite. Quelle: dpa
Der Gesundheitsfonds erzielt trotz Milliardenrücklage kaum Rendite. Quelle: dpa

DüsseldorfDer Gesundheitsfonds erzielt für seine Milliardenrücklagen nur sehr magere Renditen. "Im aktuellen Zeitraum liegt die Bandbreite nur zwischen 0,1 Prozent und 0,7 Prozent", erfuhr das Handelsblatt aus dem Bundesversicherungsamt, das den Fonds verwaltet. Im abgelaufenen Jahr habe das Zinsniveau "starken Schwankungen" unterlegen und in der Spitze bei bis zu 1,7 Prozent gelegen, hieß es weiter.

Anzeige

Der Gesundheitsfonds hat derzeit eine Rücklage von etwa acht bis neun Milliarden Euro. Angesichts der ungenutzten Reserven plant Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, den Bundeszuschuss zum Fonds zu kürzen.

Zur Erläuterung für die mäßigen Renditen hieß es aus dem Bundesversicherungsamt weiter, der Gesundheitsfonds zahle laufende Zuweisungen an die Krankenkassen. Daraus ergäbe sich ein maximaler Anlagehorizont von 2,5 Wochen. Für diese Periode werde das Geld bei der Finanzagentur des Bundes und Geschäftsbanken, die der Einlagensicherung unterlägen, auf Tagesgeldkonten angelegt.

  • Die aktuellen Top-Themen
Sondersitzung zu Nahost-Konflikt: UN-Sicherheitsrat fordert sofortige Waffenruhe

UN-Sicherheitsrat fordert sofortige Waffenruhe

Der UN-Sicherheitsrat fordert Israel und die Palästinenser zu einem „sofortigen und bedingungslosen Waffenstillstand“ auf. Das hat das Gremium einstimmig auf einer Sondersitzung beschlossen.

Ukraine-Konflikt: US-Fotos sollen russische Angriffe auf Ukraine belegen

US-Fotos sollen russische Angriffe auf Ukraine belegen

Die USA haben Satelitenaufnahmen von der ukrainischen Grenze vorgelegt. Sie sollen russische Raketenangriffe auf die Ukraine belegen. Angeblich deuten sie auf den Einsatz von Mehrfach-Raketenwerfern hin.

Russland droht teure Quittung: Putin, Yukos und die 103-Milliarden-Dollar-Frage

Putin, Yukos und die 103-Milliarden-Dollar-Frage

Das weltgrößte Schiedsgerichtsverfahren entscheidet über Schadensersatz für die enteigneten Aktionäre des Ölkonzerns Yukos. Ein Schuldspruch würde Russland noch weiter vom Westen entfernen.