Kurze Lehrzeiten sollen mehr Ausbildungsplätze schaffen
Clement für zweijährige Ausbildungszeiten

Mit verkürzten Lehrzeiten will Clement die Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen. Die zweijährigen Lehrgänge sollen vor allem Jugendlichen mit schwachen Schulleistungen Ausbildungsplätze bieten. Die Gewerkschaften fürchten, dass ein Niedriglohnsektor entstehen könnte.

Reuters BERLIN. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) setzt zur Bekämpfung der Ausbildungsmisere in Deutschland auf verkürzte, zweijährige Lehrzeiten.

„Wir brauchen die zweijährige Ausbildung“, sagte Clement am Montag bei einer Werbetour für mehr Ausbildungsplätze in Berlin. Besonders Jugendliche mit schwächeren Schulleistungen könnten von einer solchen vereinfachten Ausbildung profitieren. Sie könnten in Berufen eingesetzt werden, die mehr handwerkliches Geschick als theoretisches Wissen verlangten.

Bisher stößt eine zweijährige Ausbildung bei den Gewerkschaften auf Widerstand, die einen Niedriglohnsektor für Lehrlinge fürchten. Ende September will Clement daher mit den Gewerkschaften sprechen, um ab dem Lehrjahr 2004 solche Ausbildungsgänge einführen zu können. Derzeit beträgt die Lehrzeit in der Regel rund 3,5 Jahre.

In diesem Jahr sind noch etwa 230.000 Jugendliche auf der Suche nach einer Lehrstelle für das im September beginnende Ausbildungsjahr. Clement sagte, es werde allen Schulabgänger ein Angebot gemacht. Wer keine Lehrstelle finde, dem werde zumindest ein Praktikumsplatz oder ein Berufsvorbereitungskurs in Aussicht gestellt.

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