Kurzportät: Hasso Düvel
Gescheiterter Streikführer weiter auf Posten

In der Riege der IG-Metall-Bezirksleiter gehört Hasso Düvel zu den Dienstältesten. Fast 13 Jahre schon ist der gebürtige Niedersachse für die Belange des Bezirks Sachsen zuständig, seit 1995 auch für Berlin und Brandenburg. In dieser Zeit fielen einige Erfolge, aber auch der gescheiterte Streik in Ostdeutschland.

HB/dpa FRANKFURT/MAIN. Seit Beginn der Karriere ist der Gewerkschaftsfunktionär mit dem designierten IG-Mwtall-Vorsitzenden Jürgen Peters eng verbunden. Die beiden ausgebildeten Maschinenschlosser lernten sich Anfang der 70er Jahre in Hannover näher kennen.

Die fast gleichaltrigen Männer verbindet eine Freundschaft, die weit über das gewerkschaftsübliche Duzen hinaus reicht. Im Machtgefüge der IG Metall gelten die zwei als „Traditionalisten“, auch wenn sie sich in ihren verschiedenen Tarifkonflikten durchaus auch als Pragmatiker zeigten.

Auch im Streit um die 35-Stunden-Woche hielten Düvel und Peters stets zueinander - zunächst gegen die Arbeitgeber, dann gegen den bisherigen Gewerkschaftschef Klaus Zwickel und die anderen Kritiker in den eigenen Reihen. Auch wenn Düvel seit dem Streikdebakel mehrfach angeschlagen wirkte: Mit der ihm eigenen Sturheit schaffte er es, seinen Posten zu retten. Bis heute weist er alle Gerüchte über einen Rücktritt zurück.

Allerdings wird in seiner Umgebung mittlerweise darauf verwiesen, dass Düvel schon seit längerer Zeit über einen „Vorruhestand“ nachdenke: Ende des Jahres könnte es soweit sein.

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