Kurzporträt
Berthold Huber soll IG Metall modernisieren

Während des im Sommer neu aufgeflammten Führungsstreits machte Huber dann zunächst einen totalen Rückzieher - um später mangels Alternativen doch wieder als Vize zu kandidieren und die IG Metall nicht vor eine Zerreißprobe zu stellen.

HB/dpa FRANKFURT/MAIN. Nun wird der Stuttgarter Bezirksleiter für vier Jahre auf dem hinteren Sitz des Tandems Platz nehmen, um dann wahrscheinlich 2007 den Lenker zu übernehmen.

Huber wurde am 15. Februar 1950 in Ulm geboren. Nach dem Abitur begann der Ingenieurssohn eine Lehre als Werkzeugmacher beim Busbauer Kässbohrer, wo er zum Vorsitzenden des Gesamtbetriebsrates wurde. 1985 stieg er aus dem Arbeitsleben aus, um in Frankfurt mehrere Semester Philosophie, Geschichte und Politik zu studieren. Nach der Einheit 1990 rief ihn die IG Metall, um beim Aufbau der Gewerkschaft in Ostdeutschland zu helfen. 1991 wechselte er in die Zentrale nach Frankfurt, wo er in Schlüsselpositionen arbeitete und sich als Tarifexperte profilierte.

1998 ging Huber als Bezirksleiter nach Stuttgart. In dieser Zeit gelangen ihm wichtige Tarifabschlüsse, die seinen Ruf als Stratege und Vordenker festigten. Der 53-Jährige gilt im Gegensatz zu Peters als „Mann der leisen Töne“. Mit ihm verbinden seine Anhänger die Hoffnung, dass die Traditionsgewerkschaft IG Metall moderner wird und von alten Ritualen Abschied nimmt.

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