Kurzporträt des designierten ersten Vorsitzenden
Jürgen Peters krönt seine Musterkarriere

Gemeinsam mit dem baden-württembergischen Bezirksleiter Berthold Huber muss Jürgen Peters die Gewerkschaft wieder zu Geschlossenheit und neuer Stärke führen. Dabei wird er in den kommenden vier Jahren seine Integrationsfähigkeit unter Beweis stellen und sein Image als Hardliner abstreifen müssen.

HB/dpa FRANKFURT/MAIN. Der am 17. März 1944 im oberschlesischen Bolko geborene Arbeitersohn lernte nach dem Schulbesuch in Hannover zunächst Maschinenschlosser und trat schon als Lehrling in die IG Metall ein. Vier Jahre arbeitete er bei Hanomag und machte bald als Jugendsprecher der Gewerkschaft von sich reden.

Statt eines Ingenieurstudiums zog er eine Karriere in der Gewerkschaft vor, die er 1969 an der Bildungsstätte der IG Metall in Lohr begann. Von 1976 an arbeitete Peters in Düsseldorf im Zweigbüro der IG Metall. 1988 kehrte er nach Hannover zurück und wurde mit 43 Jahren Bezirksleiter in Niedersachsen.

1998 setzte sich Peters in einer Kampfabstimmung gegen den Willen von IG-Metall-Chef Klaus Zwickel als Nachfolger von Vize Walter Riester durch. In seiner langen Gewerkschaftslaufbahn hat sich der 59-Jährige vor allem als pragmatischer Tarifexperte hervorgetan. Die Einführung der Vier-Tage-Woche bei VW zur Beschäftigungssicherung gehen genauso auf sein Konto wie Tarifverträge zur Altersteilzeit und der Rahmentarifvertrag zur Angleichung von Arbeitern und Angestellten in der Metall- und Elektroindustrie (ERA).

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