Länder bieten 4,2 Prozent
Tarifrunde der Länder vertagt

Trotz Optimismus vor Verhandlungsbeginn: Verdi und Länder konnten sich auch bei der Verhandlungsrunde am Samstag nicht einigen. Das Angebot der Länder, 4,2 Prozent mehr Gehalt ab 1. Juli für 18 Monate, wurde von Gewerkschaftsseite abgelehnt.

HB POTSDAM. Der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder verschärft sich. Entgegen den Erwartungen gab es in der dritten Verhandlungsrunde am Samstag in Potsdam wieder kein Ergebnis. Arbeitgeber und Gewerkschaften vertagten sich auf den 28. Februar.

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte zuvor 4,2 Prozent mehr Gehalt bei anderthalbjähriger Laufzeit vom 1. Juli 2009 bis Ende 2010 angeboten. Die Gespräche wurden nach gut drei Stunden Dauer abgebrochen, weil die Arbeitgeber nach Gewerkschaftsangaben nicht bereit waren, über ihr Angebot konkret zu verhandeln.

Die Gewerkschaften Verdi und Tarifunion des Beamtenbundes dbb forderten ursprünglich für die 700 000 Angestellten acht Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro im Monat. Am Verhandlungstisch in Potsdam reduzierten sie ihre Forderung auf 7,5 Prozent. Bis zur nächsten Runde kündigten die Gewerkschaften weitere Warnstreiks an.

Verdi-Chef Frank Bsirske nannte das Angebot der TdL eine „Doppel-Null“. Nach drei Jahren Reallohnverlusten sei das Angebot in keiner Weise akzeptabel. Nach Berechnung Bsirskes wären das lediglich 1,3 Prozent. Der Vorsitzende der dbb Tarifunion, Frank Stöhr, sagte: „Die Kolleginnen und Kollegen werden ihrem Ärger Luft machen. Mahnwachen vor den Staatskanzleien werden den Ministerpräsidenten vielleicht beim Nachdenken helfen.“

Der TdL-Vorsitzende, Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU), setzt nun auf ein Verhandlungsergebnis in zwei Wochen: „Es hat an diesem Wochenende nicht sollen sein.“ Jeder könne jetzt für sich nachdenken. Von den bevorstehenden abermaligen Warnstreiks gab sich der Verhandlungsführer der Länder unbeeindruckt.

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