Lafontaine wird zur Belastung
Umfrage: CDU punktet im Saarland

Die CDU legt bei der Landtagswahl im Saarland am 5. September noch mal zu. Das geht aus einer aktuellen Forsa-Umfrage hervor. Die SPD verliert dagegen weiter an Boden. Die Grünen stehen vor dem Sprung in den Landtag.

HB HAMBURG/SAARBRÜCKEN. Die CDU kann bei der Landtagswahl im Saarland am 5. September auch nach jüngsten Umfragewerten mit starken Stimmengewinnen und einer klaren absoluten Mehrheit rechnen. Derzeit liegt sie 25 Prozentpunkte vor der SPD, ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins „Stern“ und des Fernsehsenders RTL. Danach würden 54 Prozent der Saarländer die Christdemokraten mit Ministerpräsident Peter Müller an der Spitze wählen. Im Vergleich zur Landtagswahl 1999 wäre dies ein Plus von rund 8 Prozentpunkten.

Die SPD kommt in der Umfrage auf 29 Prozent, dies wäre ein Verlust von rund 15 Punkten. Die Grünen liegen bei 6 Prozent (plus 3 Punkte), die FDP muss mit 4 Prozent (plus 1 Punkt) um den Einzug in den Landtag bangen. Grüne und FDP sind zur Zeit nicht im saarländischen Landtag vertreten. 7 Prozent der Saarländer (plus 3 Punkte) würden für sonstige Parteien stimmen. Nach einer Umfrage im Frühsommer lag die CDU 21 Prozentpunkte vor den Sozialdemokraten (54 zu 33 Prozent).

Der Generalsekretär der Saar-CDU, Stephan Toscani, wertete das Umfrageergebnis als Vertrauensbeweis. „Die Umfrage zeigt, dass die Saarländerinnen und Saarländer mit der Arbeit von Peter Müller und der CDU Saar zufrieden sind.“ Die Saar-SPD, die im Vergleich zum Mai 4 Prozentpunkte einbüßte, lehnte eine Stellungnahme ab. Könnten die Saarländer ihren Ministerpräsidenten direkt wählen, würde sich jeder zweite (50 Prozent) für Müller entscheiden, rund jeder fünfte (22 Prozent) würde für den Oppositionskandidaten Heiko Maas (SPD) stimmen.

Ex-SPD-Chef Oskar Lafontaine wird laut Umfrage inzwischen selbst in seinem Stammland zu einer Belastung für die SPD: 58 Prozent aller Wahlberechtigten im Saarland - und ein genauso großer Anteil der saarländischen SPD-Anhänger - sind der Ansicht, dass sein Verhalten der SPD und damit den Wahlchancen der Saar-SPD schadet. 22 Prozent meinen, es nutze der SPD. Gefragt wurden 1001 repräsentativ ausgewählte Wahlberechtigte.

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