Lammert fordert Abgeordnete indirekt zur Wahl des Vorsitzenden der Linkspartei auf
Bisky soll kein Märtyrer werden

Bundestagspräsident Norbert Lammert hat die Abgeordneten aller Fraktionen indirekt dazu aufgefordert, Linkspartei-Chef Lothar Bisky als Vizepräsidenten mitzutragen.

HB BERLIN. Auch wegen der Gefahr, dass Bisky politisch zum Märtyrer gemacht werden könnte, „hoffe ich und erwarte ich, dass die Kolleginnen und Kollegen, die am 8. November erneut zu entscheiden haben, auch diese Implikation bedenken“, sagte Lammert dem Berliner „Tagesspiegel am Sonntag“.

An diesem Tag will sich Bisky ein weiteres Mal zur Wahl stellen. Bei der konstituierenden Sitzung des Bundestags war der Vorsitzende der Linkspartei entgegen den parlamentarischen Gepflogenheiten drei Mal hintereinander gescheitert. Nach der Geschäftsordnung steht der Linkspartei wie allen Fraktionen mindestens ein Bundestagsvizepräsidenten-Posten zu.

Bisky selbst lehnte einen Rücktritt vom Parteivorsitz zum gegenwärtigen Zeitpunkt ab. In seiner Partei sei bekannt, dass er jederzeit sein Amt zur Verfügung stelle, das er vor zwei Jahren übernommen habe, um die PDS wieder in den Bundestag zu führen. „Aber jetzt darf ich mich aus Selbstachtung nicht auf einen Ämterschacher einlassen“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

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