Landebahn mit Chemiewerk Ticona unvereinbar
Flughafenausbau zu riskant

Neue Runde im Streit um den Ausbau des Frankfurter Flughafens: Die Störfallkommission des Bundes hat Bedenken gegen den geplanten Landebahnausbau angemeldet.

HB BONN. Der Ausbau des Frankfurter Flughafens in seiner bisherigen Planung durch den Betreiber Fraport stellt nach Auffassung der Störfallkommission des Bundes ein nicht akzeptables Risiko dar. Zugleich verwahrte sich der Vorsitzende des Gremiums, Christian Jochum, gegen Versuche von Fraport-Chef Wilhelm Bender, politischen Druck auf die Kommission auszuüben.

Die geplante Landebahn im Nordwesten des größten deutschen Flughafens sei mit dem weiteren Betrieb des benachbarten Chemiewerkes Ticona des Celanese-Konzerns nicht vereinbar, sagte Jochum am Mittwoch nach einer Sondersitzung des Gremiums in Bonn. Zugleich wehrte er sich gegen politischen Druck, den Bender mit einem Brief an das Umweltministerium habe ausüben wollen. Einen derartigen Versuch der politischen Einflussnahme habe die Störfallkommission bisher nicht erlebt, sagte Jochum. Die Kommission sei ein unabhängiges Gremium. Bender hatte das Ministerium aufgefordert, das Risikogutachten in dieser Form nicht in die Beurteilung der Bundesregierung einzubeziehen.

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