Landesbank: Seehofer hält BayernLB-Risiken für „nicht dramatisch“

Landesbank
Seehofer hält BayernLB-Risiken für „nicht dramatisch“

Die BayernLB soll weiterhin verkauft werden. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer gibt zwar zu, dass in dem Institut noch einige Risiken lauern, diese würde er aber „nicht als dramatisch einstufen“.
  • 1

MünchenDer bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat im Landtag erneut auf bestehende Risiken bei der BayernLB durch Altlasten in Österreich und Ungarn hingewiesen. Er sei für Offenheit, Klarheit und Transparenz, er sei aber auch gegen eine Dramatisierung, sagte Seehofer am Mittwoch im Haushaltsausschuss. „Die Risiken sind da, ich würde sie aber nicht als dramatisch einstufen“, erklärte der Regierungschef.

Das Ziel bleibt weiterhin ein Verkauf der Bank, die mehrheitlich im Besitz des Freistaats Bayern ist. Es gebe dafür aber „kurzfristig keine Möglichkeit“, weil die Restrukturierung der Bank noch lange nicht abgeschlossen sei. „Ich kann nicht sagen, die Bank wird jetzt hergegeben, und die zehn Milliarden stehen im Schornstein.“ Mit dieser Summe hatte der Freistaat die Bank im Jahr 2008 vor der Pleite gerettet.

Eine gütliche Einigung im Rechtsstreit mit der früheren Tochter Hypo Alpe Adria (HGGA) schloss Seehofer aktuell aus. „Ich sehe im Moment keinen Ansatzpunkt für einen Vergleich“, sagte er. Die HGAA weigert sich seit gut einem Jahr, Kredite an die BayernLB zurückzuzahlen - was die Landesbank nun per Klage erzwingen will. Der Prozess hat Ende November begonnen. Am Montag begann zudem vor dem Landgericht München ein Strafprozess gegen sieben ehemalige Vorstände der BayernLB. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Untreue vor, weil sie die HGAA im Jahr 2007 viel zu teuer gekauft und dabei Risiken missachtet haben sollen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Landesbank: Seehofer hält BayernLB-Risiken für „nicht dramatisch“"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Klar ist das nicht dramatisch. Wenn es wieder daneben geht zahlen ja Alle. Da kann man schon entspannt sein.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%