Landesbanken
Milliarden für HSH aus Kiel und Hamburg

Im Kieler Landtag ging es heute für die HSH Nordbank um alles. Und tatsächlich haben die schleswig-holsteinische Landesregierung und der Hamburger Senat ein Rettungspaket beschlossen, das neben einer Kapitalspritze auch eine umfangreiche Sicherheitsgarantie umfasst. Doch es werden Zweifel laut, ob die bewilligten Milliarden ausreichen werden.

HB KIEL. Zur Rettung der schwer angeschlagenen HSH Nordbank haben die Landesregierungen von Schleswig-Holstein und Hamburg am Dienstag Milliardenhilfen beschlossen. Das Paket beinhalte eine Kapitalspritze über drei Milliarden Euro und eine Sicherheitsgarantie über zehn Milliarden, teilten die Regierungschefs Peter Harry Carstensen und Ole von Beust (beide CDU) in Kiel nach einer gemeinsamen Sitzung der Kabinette mit.

Die Mittel werden aus einem „Mini-Soffin“ gespeist, einer von beiden Ländern getragenen eigenständigen Anstalt. Ohne diese Hilfe hätte die Bank nach Verlusten von 2,8 Milliarden Euro geschlossen werden müssen.

Zuvor hatte der FDP-Fraktionschef im Kieler Landtag, Wolfgang Kubicki, gesagt, dass in den nächsten vier bis fünf Jahren insgesamt acht bis neun Mrd. Euro notwendig sind, damit die Bank nachhaltig wieder schwarze Zahlen schreiben kann. Der bisher von der HSH Nordbank bezifferte Kapitalbedarf von drei Mrd. Euro reiche gerade aus, um das Geschäft in diesem Jahr am Laufen zu halten, sagte Kubicki. Die Landesbank fuhr 2008 wegen massiver Abschreibungen in Folge der Finanzkrise einen Verlust von 2,8 Mrd. Euro ein.

Kubicki kritisierte, dass das Zukunftskonzept für die HSH Nordbank, das Bankchef Dirk Jens Nonnenmacher vorgestellt habe, nicht tragfähig sei. "Bei dem Geschäftsmodell stimmt vieles hinten und vorne nicht", sagte er. Nonnenmacher habe für 2009 einen Verlust von einer Milliarde Euro in Aussicht gestellt und für 2010 ein Minus von 750 Mio. Euro. Diese Prognose sei unrealistisch. "Was soll uns veranlassen zu glauben, dass 2009 besser wird als 2008", sagte Kubicki.

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