Landesbanken NRW glaubt nicht an Konsolidierung

Die Regierung von Nordrhein-Westfalen hat aufgegeben. Obwohl nahezu alle Experten dazu raten, glaubt sie nicht mehr an eine Konsolidierung unter den Landesbanken.
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Die Ministerpräsidentin von NRW, Hannelore Kraft, glaubt daran, die WestLB noch verkaufen zu können. Quelle: dpa

Die Ministerpräsidentin von NRW, Hannelore Kraft, glaubt daran, die WestLB noch verkaufen zu können.

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HB BERLIN. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) sieht nur noch geringe Chancen für eine Neuordnung der deutschen Landesbanken. „Ich fürchte, dass das Zeitfenster für eine Konsolidierung zu ist“, sagte Kraft der „Financial Times Deutschland“.

Die nordrhein-westfälische Landesbank WestLB könne als Ganzes oder in Teilen verkauft werden, es gebe mehrere Interessenten. „Wir versuchen, alle Optionen auszuschöpfen. Aber ob es am Ende erfolgreich sein wird, kann ich Ihnen heute nicht mit Sicherheit sagen“, sagte Kraft. Eine Teilschuld wies sie ihrem Amtsvorgänger Jürgen Rüttgers (CDU) zu, der „einige Dinge hätte auf den Weg bringen können“.

Kraft begrüßte zudem den Einstieg des Emirats Katar beim Baukonzern Hochtief. „Ich würde mir wünschen, dass mit diesem Schritt die feindliche Übernahme vom Tisch ist“, sagte die Ministerpräsidentin mit Blick auf die Pläne des spanischen Hochtief-Rivalen ACS. „Eine Übernahme durch einen Investor, der selbst nicht besonders gut dasteht, ist ein Risiko für den Standort Deutschland und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Zugleich warb Kraft für ihren Vorstoß, feindliche Übernahmeversuche durch eine Änderung des deutschen Übernahmerechts zu erschweren: „Wir haben einen Rechtsschutz, der niedriger ist als in anderen europäischen Ländern.

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