„Landeskinder-Modell“
Rheinland-Pfalz setzt Studiengebühren-Regelung aus

Rheinland-Pfalz hatte sich eine besondere Studiengebühren-Regelung einfallen lassen: Pro Semester sollten 500 Euro kassiert werden, allerdings nur für Nicht-Landeskinder. Wegen des Hochschulpakts soll das Gesetz nun beschlossen, aber erst einmal auf Eis gelegt werden.

HB MAINZ. Wissenschaftsministerin Doris Ahnen (SPD) sagte am Mittwoch, durch die absehbare Einigung von Bund und Ländern bei der Hochschulfinanzierung habe sich „eine Änderung der Gesamtsituation ergeben, die noch nicht Anlass zur Entwarnung, wohl aber zur Entspannung gibt“. Der Hochschulpakt sieht zusätzliche Mittel von insgesamt 565 Millionen Euro für die Länder vor. Einen Teil dieser Summe kassiert Rheinland-Pfalz und soll um Gegenzug bis 2010 rund 5800 zusätzliche Studienanfänger aufnehmen.

Die Studiengebührenregelung der rheinland-pfälzischen Landesregierung sieht vor, dass Studierende ohne Hauptwohnsitz in Rheinland-Pfalz pro Semester 500 Euro zahlen müssen, nach dem 14. Semester 650 Euro. Da die Nachbarländer Studiengebühren einführen wollten, sei in Rheinland-Pfalz mit einem Andrang an Studenten zu rechnen, falls es bei der bisherigen Regelung des gebührenfreien Erststudiums bleibe, hatte es in Mainz bisher geheißen.

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