Landesparteitag
NRW-FDP stellt Westerwelle auf

Jetzt ist es offiziell: Guido Westerwelle tritt als Spitzenkandidat der NRW-FDP im Bundestagswahlkampf an. Beim Parteitag der hessischen Liberalen in Bad Homburg gab es hingegen eine Überraschung.
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NeussDie nordrhein-westfälische FDP zieht mit Außenminister Guido Westerwelle und Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr an der Spitze in den Bundestagswahlkampf. Bei einer Landeswahlversammlung in Neuss erhielt Westerwelle auf Listenplatz eins 346 von 393 Stimmen (88 Prozent), Bahr erhielt 345 von 382 gültigen Stimmen (90 Prozent).

Westerwelle gab für seinen Landesverband ein hohes Wahlziel vor. Er kämpfe nicht für „fünf plus x“, sondern dafür, die FDP in NRW an ein zweistelliges Ergebnis heranzuführen, sagte er. Bei der Bundestagswahl 2009 hatte die FDP 14,6 Prozent der Stimmen erzielt - in NRW 14,9 Prozent. In Umfragen liegt sie seit Wochen nur noch bei vier Prozent.

 

Auch NRW-Parteichef Christian Lindner rief seinen Landesverband zu einem entschlossenen Bundestagswahlkampf auf. Die Union warnte er davor, sich bei den Grünen anzubiedern. Wer mit den Grünen „turtele“, schwäche die Union und bringe Rot-Grün in die Regierung.

Bahr empfahl sich den Delegierten mit seinen Erfolgen in der Gesundheitspolitik, bei der Pflegereform und der Abschaffung der Praxisgebühr. „Ich bin auf Betriebstemperatur.“

Westerwelle, der vor zwei Jahren den Parteivorsitz niedergelegt hatte, sagte, er habe sehr lange überlegt, ob er sich in NRW noch einmal als Spitzenkandidat für die Bundestagswahl bewerben solle. Er wolle, dass die FDP klar auf einem pro-europäischen Kurs bleibe.

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Überraschung in Hessen

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  • Gäbe es diesen Westerwelle, die fdp müßte ihn erfinden. Gäbe es noch die fdp der liberalen Werte, hätte ein Westerwelle nie den Platz von Gerhardt einnehmen können. Dem Trauerspiel in voller Länge konnte ich einigermaßen folgen. Das Ergebnis ist bekannt, die Folgen schon vor der nächsten Bundestagswahl. Es sei denn, die WählerINnen der anderen Parteien gehen spazieren oder den neuen Wein genießen. Deutschland hat ja so viel Kultur, wo kämen wir dahin, wenn sich nun jeder davonmache. So viele Armleuchter hat es auch wieder nicht, die anderen das Licht halten und den Weg zum Ausgang frei machen. Na ja, mal etwas anderes in der Parteienlandschaft. Volle Kanne "für die Profite", aber Flasche schon leer, bei sovielen, etwas mehr als Nichts für Jeden.

  • Jürgen Möllemann, das war noch ein Mann mit Kraft und Saft.

    Ich sehe jetzt in der FDP nur noch in pubertären Wirren steckengebliebene Schlappschwänze und Weicheier wie Westerwelle, Rösler etc. und liebreizende bis glitschige Mitesserinnen wie Silvia Koch-Mehrin. Leuthäusel-Schmarrenberger, ein orientieurngsloses Irrlicht. Das Gefasel von Brüderle ist wohl seinem permanenten Semidelirium zuzuschreiben.
    Es begann aber schon mit einer völlig verqueren Heranziehung des FDP-Nachwuchses unter Gentscher; z. B. Ernennung einer Tussi wie Hildgard Adam-Schwätzer als Ministerin im Außenministerium oder dsgl. eines Bleichgesichts und bekennenden Versagers wie Werner Hoyer.
    Etc Etc
    Glaubwürdig vertretenden Liberalismus kann ich in Deutschland auf der politischen Bühne nicht mehr erkennen.

  • Geht das noch zu toppen? Umfaller werden aufgestellt. Na dann wenigstens Prost, so ungefähr mit 33,5 Promille.

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