Deutschland

_

Landespolitik-Gerüchte: Steinmeier will in Berlin bleiben

Frank-Walter Steinmeier schließt einen Wechsel in die Landespolitik aus. Die Brandenburger SPD spekuliert laut Berichten über Nachfolger für Matthias Platzeck. Der Ministerpräsident hatte kürzlich einen Schlaganfall.

Will in der Bundespolitik bleiben: SPD-Fraktionsvorsitzender Frank-Walter Steinmeier. Quelle: dpa
Will in der Bundespolitik bleiben: SPD-Fraktionsvorsitzender Frank-Walter Steinmeier. Quelle: dpa

BerlinDer SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Frank-Walter Steinmeier, schließt einen Wechsel in die Landespolitik aus. „Mein Platz ist und bleibt in der Bundespolitik“, sagte Steinmeier der „Bild am Sonntag“ angesichts von Spekulationen, er könne Nachfolger des gesundheitlich angeschlagenen brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) werden. „Matthias Platzeck ist der beste Ministerpräsident, den ich mir für Brandenburg vorstellen kann“, sagte Steinmeier. „Ich bin froh darüber, dass er es bleiben wird.“

Anzeige

Platzeck hatte kürzlich einen leichten Schlaganfall erlitten. Steinmeier, der eng mit Platzeck befreundet ist, sagte, er habe sich Sorgen um ihn gemacht. „Wir haben mehrfach telefoniert in dieser Woche, und ich war froh, dass es ihm schnell wieder besser ging. Am Wochenende werden wir uns hoffentlich sehen. Ich freue mich darüber, dass er sich wieder wohlfühlt und seine Arbeit aufgenommen hat.“

Nach Schlaganfall Platzeck will weiterarbeiten

Trotz seines Schlaganfalls will Brandenburgs Ministerpräsident Platzeck seine Aufgaben möglichst uneingeschränkt wahrnehmen. In der Vergangenheit hatten ihn immer wieder gesundheitliche Probleme zum Pausieren gezwungen.

Platzeck hatte am Donnerstag anlässlich der Wiederaufnahme seiner Amtsgeschäfte gesagt, er werde seinen Gesundheitszustand gründlich prüfen. Einen erneuten Antritt bei der Landtagswahl im Herbst 2014 schloss der 59-Jährige nicht aus. „Wenn die Partei das will und ich gesundheitlich mich in der Lage fühle, dann werde ich 2014 gern wieder antreten“, sagte Platzeck.

Das Nachrichtenmagazin „Focus“ schrieb am Samstag in einem Vorabbericht unter Berufung auf Parteikreise, die Brandenburger SPD spekuliere zunehmend über eine Nachfolge Platzecks. „Das müssen wir tun, dafür ist sein Gesundheitszustand leider zu labil“, zitierte das Blatt einen führenden Sozialdemokraten. Ein Spitzenfunktionär sagte demnach mit Blick auf die Landtagswahl kommendes Jahr: „Das Zeitfenster schließt sich.“

Dem Bericht zufolge sagte Brandenburgs SPD-Generalsekretär Klaus Ness, Steinmeier spiele „in der Landespolitik keine Rolle“. Der Brandenburger Bundestagsabgeordnete Peter Dankert sagte, es sei „nicht vorstellbar, dass ein Kandidat von außen kommt. Das wird jemand aus Brandenburg“.

  • Die aktuellen Top-Themen
Umstrittene Verkehrsabgabe: Juncker droht Deutschland mit Verfahren wegen Maut

Juncker droht Deutschland mit Verfahren wegen Maut

Er will sich nicht hinhalten lassen: Jean-Claude Juncker nutzt seine Rolle als EU-Kommissionspräsident, um der Bundesregierung bei den Mautplänen auf die Füße zu treten. Er droht Deutschland nun mit einem Verfahren.

Präsidentenwahl in Tunesien: Essebsi entscheidet Stichwahl für sich

Essebsi entscheidet Stichwahl für sich

Wird ein 88-Jähriger Tunesiens neuer Präsident? Die Partei von Favorit Béji Caïd Essebsi feiert bereits den Wahlsieg. Das Lager des Rivalen Marzouki spricht von einem knappen Rennen.

Parlamentswahl in Usbekistan: Oppositionsparteien bleiben außen vor

Oppositionsparteien bleiben außen vor

Zwar bekommt das Parlament mehr Rechte – doch Parteien, die den usbekischen Machthaber Karimow nicht unterstützen, durften bei der Parlamentswahl nicht antreten. Das Land macht kleine Schritte auf dem Weg zur Demokratie.