Landesregierung
Umfrage sieht Mehrheit für Schwarz-Gelb in Hessen

Union und FDP können sich wieder Hoffnungen machen, in Hessen nach der Landtagswahl im Januar gemeinsam die Regierung bilden zu können: Nach einer neuen Umfrage hätten die beiden Parteien augenblicklich zusammen die Mehrheit. Die Partei Die Linke würde den Einzug ins Wiesbadener Landesparlament knapp verpassen.

HB WIESBADEN. Die Umfrage von Infratest Dimap kommt zu dem Ergebnis, dass die CDU 42 Prozent erzielen würde, wenn bereits jetzt gewählt würde. Dies wären 7 Prozentpunkte weniger als bei der Wahl 2003, bei der die Union die absolute Mehrheit der Sitze erzielen konnte. Die FDP sieht Infratest Dimap im Moment bei 8 Prozent.

Ende Juli hatte eine konkurrierende Umfrage ergeben, dass Union und FDP zusammen keine Mehrheit haben. Die Linke sah diese Umfrage dagegen mit 5 Prozent im Landtag, so dass eine Koalition von SPD, Grünen und Linker möglich gewesen wäre. SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti schließt ein solches Bündnis jedoch kategorsch aus.

Nach der Infratest-Dimpap-Umfrage käme Die Linke nur noch auf 4 Prozent. Die SPD wird bei 32 Prozent gesehen, die Grünen bei 10. Infratest Dimap hat nach eigenen Angaben von Montag bis Mittwoch 1 000 hessische Wahlberechtigte telefonisch befragt.

Die Umfrage ist die nächste Negativbotschaft für Die Linke: Ihr Spitzenkandidat, das ehemalige DKP-Mitglied Pit Metz, hatte am Mittwoch nach massiver auch innerparteilicher Kritik seinen Verzicht auf Platz eins der Landesliste bekannt gegeben. Metz war am 26. August überraschend zum Spitzenmann gewählt worden. In einer Kampfabstimmung setzte er sich gegen den ehemaligen hessischen DGB-Vorsitzenden Dieter Hooge durch, der als Kandidat der Parteiführung galt.

Hooge hat bereits erklärt, nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Der Landesvorsitzende Ulrich Wilken nannte Spekulationen, er selbst könne als Spitzenkandidat antreten, vollkommenen Quatsch. Andere aussichtsreiche Kandidaten gibt es im Moment nicht.

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