Landrätin in der CSU isoliert
„Rebellin“ Pauli kassiert derbe Abfuhr

Die Wahl des neuen CSU-Chefs steht zwar erst am Samstag an – doch schon am Freitag sind der „Parteirebellin“ Gabriele Pauli unmissverständlich ihre Grenzen aufgezeigt worden. Der Parteitag gleicht einer direkten Missfallens-Kundgebung gegen die Landrätin.

HB MÜNCHEN. Bei ihrer Kandidatur für den CSU-Vorsitz dürfte sie, das wurde am ersten Tag des Parteitags in München klar, gegen Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber und Bundesagrarminister Horst Seehofer nicht den Hauch einer Chance haben.

Für zwei Anträge zum neuen CSU-Grundsatzprogramm erntete die fränkische Kommunalpolitikerin derbe Abfuhren: Es rührte sich unter den rund 1000 Delegierten keine einzige Hand – außer ihrer eigenen. Die Fürther Landrätin erscheint in ihrer Partei weitgehend isoliert. Pauli reagierte äußerlich gefasst: „Mir ist schon klar gewesen bei einigen meiner Aussagen, dass das hier nicht ins Bild passt. Aber danach richte ich mich nicht.“ Sie glaube, dass einige Delegierte zu diszipliniert seien, um ihr zuzustimmen, und lieber auf Parteilinie blieben.

Die zwei Mal geschiedene Pauli hatte den Familienbegriff der Partei erweitern und erreichen wollen, dass die CSU als Familie künftig alle Lebensgemeinschaften versteht, in denen Kinder aufwachsen. Dafür rüffelte sie der Vorsitzende der CSU- Grundsatzkommission, Alois Glück, höchstpersönlich: „Sie spielen Ehe und Familie gegeneinander aus“, warf er Pauli vor.

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